Weinheim. Weinheim ist eine Wrestling-Hochburg, seit 20 Jahren gibt es beim AC Weinheim eine Wrestling-Abteilung mit eigener Veranstaltungs-GmbH. Wer die Mischung zwischen Sport und Show mag – und hartgesotten genug ist – denkt beim Wrestling auch an Weinheim.

Die Männer und Frauen, die im Ring so knallhart und gespielt gewaltbereit sind, haben aber ein Herz für arme und hilfsbedürftige Menschen. Bei einer Jubiläumsveranstaltung kurz vor Weihnachten zum 20. Geburtstag der Abteilung fand eine Spendenaktion statt. Wertvolle Wrestling-Utensilien und Souvenirs wurden versteigert; der frühere Ringsprecher und heutige Wrestling-Promotor Rüdiger Bitzel hatte die Idee und übernahm die Organisation. Der Laudenbacher ist bei den Wrestling-Veranstaltungen für Licht- und Toneffekte zuständig, also in vorderer Reihe immer dabei. Das Motto der Versteigerung lautete: „Weinheimer Vereine für Weinheimer Bürger“.

Bitzel konnte jetzt einen Scheck in Höhe von 525 Euro an die Stadt Weinheim überreichen, die Summe soll Anschaffungen für arme und hilfsbedürftige Personen ermöglichen. Claus Hofmann, Leiter des Amtes für Soziales, Jugend, Familien und Soziales, sowie Horst Dörsam, im Amt für kommunale Sozialarbeit zuständig, nahmen den Spendenscheck aus Bitzels Händen dankbar entgegen.

Hofmann erinnerte aus diesem Anlass daran, dass die Stadt seit den 50er-Jahren einen Wohlfahrtsfond verwaltet, aus dem hilfsbedürftige Personen versorgt werden, wenn ihnen auf Grund der bestehenden Gesetze nicht oder nicht ausreichend geholfen werden kann. Meistens sind es persönliche Notsituationen, die auch in einer sozial geprägten Stadt wie Weinheim nicht vermieden werden können. „Mit diesem Fond können wir schnell und unbürokratisch helfen“, erklärte Horst Dörsam. Rüdiger Bitzel regte an, dass weitere Vereine getreu des Mottos dem Vorbild seiner „Wrestler“ folgen.