Rathaus-Delegation nahm am Donnerstag in Stuttgart an der Wettbewerbs- Verleihung teil – 50 000 Euro zur Verfügung

Weinheim. Der baden-württembergische Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha und Staatsekretärin Bärbl Mielich haben am Donnerstag bei einer feierlichen Preisverleihung im Neuen Schloss in Stuttgart 53 Kommunen für ihre Ideen und Konzepte zur generationengerechten Quartiersentwicklung mit Preisgeldern in Höhe von insgesamt 2,7 Millionen Euro ausgezeichnet. Darunter: Die Stadt Weinheim als eine von zwei im Rhein-Neckar.Kreis. Bürgermeister Dr. Torsten Fetzner und Claus Hofmann als Leiter des Amtes für Soziales, Jugend, Familie und Senioren bildeten die Weinheimer Delegation, die den Preis in der Landeshauptstadt entgegengenommen hat.

Weinheim gehört mit Sinsheim und Mannheim zu den Preisträgern der Region. Federführend für die Bewerbung, die der Gemeinderat im Juni dieses Jahres ausdrücklich unterstützt hat, ist das in enger Kooperation mit dem Amt für Stadtentwicklung. Im Amt für Soziales, Jugend, Familie und Senioren ist auch der Runde Tisch Demografie angesiedelt.

Insgesamt waren 147 Kommunen aus ganz Baden-Württemberg dem Aufruf zum Ideenwettbewerb gefolgt. Die Preisgelder für die 53 ausgezeichneten Ideen belaufen sich auf insgesamt 2,7 Millionen Euro. Für Weinheim sind 50 000 Euro als Unterstützung vorgesehen. Im Fokus von „Quartier 2020“ wird in Weinheim die Entwicklung des Neubaugebietes „Allmendäcker“ im Südwesten der Stadt stehen; dort sollen Wohnformen und Begegnungsstätten für ältere und alt werdende Menschen entstehen.

Dabei soll es um eine Quartiersentwicklung im künftigen Neubaugebiet aber auch in anderen Lebensräumen der Stadt gehen und dabei zum Beispiel um Anforderungen für ein inklusiv gestaltetes Wohnquartier mit Einrichtungen der stationären und ambulanten Pflege, sowie für einen generationsübergreifenden Wohnungsmix und konkrete Angebote für ältere Menschen. Es sollen aber auch vorhandene Strukturen des Zusammenlebens gefördert werden. „Sie haben mit Ihren Bewerbungen einmal mehr bewiesen, wie viel Kreativität, Innovation und Gestaltungswille in den baden-württembergischen Kommunen steckt. Sie haben gezeigt, dass alters- und generationengerechte Quartiersentwicklung eine Chance für alle Kommunen ist, das Zusammenleben der Generationen neu zu gestalten – in den Ballungsgebieten genauso wie im ländlichen Raum. Diese vorbildliche Arbeit, aber auch Ihren Mut, neue Formen des Miteinanders vor Ort zu erproben, möchten wir mit unserem Preis auszeichnen und sichtbar machen“, so Minister Lucha und Staatssekretärin Mielich.
Ziel der Quartiersentwicklung ist es, den sozialen Lebensraum in den Nachbarschaften, Stadtvierteln, Dörfern und Gemeinden zu stärken und eine hohe Lebensqualität sowie Teilhabe für alle dort lebenden Menschen zu ermöglichen. Quartiersentwicklung eröffnet die Chance, das Zusammenleben der Generationen und das Leben im Alter neu zu organisieren und dem steigenden Bedarf an Pflege- und Unterstützungsstrukturen gerecht zu werden. Die Kommune ist dabei als „Motor im Sozialraum“ federführend. Wichtige lokalen Partnern der federführenden Kommune sind zum Beispiel bürgerschaftliche Initiativen, Sozialunternehmen, Kirchen, lokale Wirtschaft, ÖPNV und Gesundheitsanbieter.