Bereits Ende 2017 und im Sommer 2018 lief ein „Raumordnungs- und Zielabweichungsverfahren“, da das Vorhaben nicht den übergeordneten Vorgaben der Regionalplanung entspricht. Nicht nur in Lorsch befürchtet man aufgrund der leichten Erreichbarkeit des neuen Standorts und der Größe des Vorhabens deutliche Auswirkungen auf den hiesigen Einzelhandel und damit die Versorgungssituation vor Ort. Deshalb wurden entsprechende Stellungnahmen im Verfahren abgegeben.

Dennoch wurde nun entschieden, dass das Möbelhaus Segmüller sich in Mannheim von derzeit rund 12.400 m² auf 44.800 m² Verkaufsfläche deutlich vergrößern kann (geplant waren 45.000 m²). Dazu soll der Standort von der Seckenheimer Landstraße in das „Columbus-Quartier“ nördlich der B 38 im Benjamin-Franklin-Village verlagert werden. Dort soll in direkter Nachbarschaft auch ein Bauhaus-Markt mit rund 18.000 m² Verkaufsfläche entstehen.

Segmüller sieht 4.000 m² seiner Verkaufsfläche für Möbel-Randsortimente (wie Tapeten, Teppiche, Lampen, Leuchten) vor und weitere 1.800 m² für „zentrenrelevante Randsortimente“ wie Haushaltswaren, Glas, Porzellan, Keramik, Elektrokleingeräte, Kunstgegenstände sowie Haus- und Heimtextilien und „Waren für Kleinkinder“. Letztere, zu denen Babyartikel, Spielwaren, Bastelartikel, Bücher und Bekleidung gezählt werden, sind nun statt der ursprünglich geplanten 250 m² auf max. 30 m² begrenzt.

Eine wesentliche Änderung der Planung wurde also durch die vorgebrachten Bedenken nicht erreicht.

Die raumordnerische Beurteilung, die Zielabweichungsentscheidung sowie weitere Unterlagen sind auf der Internetseite des Regierungspräsidiums Karlsruhe (www.rp-karlsruhe.de) abrufbar (im „Beteiligungsportal“ unter „Raumordnung / Aktuelle Raumordnungs- und Zielabweichungsverfahren / Öffentlichkeitsbeteiligung“). Außerdem liegen sie, wie im Bergsträßer Anzeiger am 11.03.2019 bekannt gemacht, bis zum 18.04. im Bau- und Umweltamt im Stadthaus der Stadt Lorsch zu den Öffnungszeiten aus.

Dies dient der vorgeschriebenen Unterrichtung der Öffentlichkeit über das Ergebnis des Raumordnungsverfahrens. Eine Anhörung der Öffentlichkeit ist damit nicht verbunden.

Bildunterschrift: Symbolfoto Baustelle