Vitos-Führungskräfte treffen Vize-Landrätin Stolz / Tagesklinik im Weschnitztal geplant

Kreis Bergstraße (kb) „Es ist mir ein großes Anliegen, dass die Akteure, die im Kreis Bergstraße im Gesundheitsbereich tätig sind, inklusive der Kreisverwaltung, verstärkt zusammenarbeiten“, betonte die Erste Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernentin Diana Stolz bei einem Treffen mit Vertretern des Vitos Klinikums Heppenheim im Landratsamt. Hier war die Vize-Landrätin mit Ralf Schulz (Geschäftsführer der Gesellschaften Vitos Heppenheim und Vitos Riedstadt), Prof. Dr. Thomas Rechlin (Ärztlicher Direktor des Vitos Klinikums Heppenheim) sowie Sabine Schiel (Pflegedirektorin des Vitos Klinikums Heppenheim) zusammengekommen.

„Tageskliniken sind ein wichtiger Baustein in der Versorgung psychisch kranker Menschen“, unterstrich Stolz. „Sie bieten therapeutische Möglichkeiten für die Patienten, die tagsüber den stabilen therapeutischen Rahmen eines Krankenhauses benötigen, aber die Nacht und das Wochenende in ihrer eigenen Wohnung beziehungsweise bei ihrer Familie verbringen können.“ Daher habe sie es auch sehr begrüßt, dass im vergangenen Jahr eine Vitos Tagesklinik und Ambulanz in Lampertheim eröffnet wurde und wünscht sich ein entsprechendes Angebot auch für die NOVO-Kommunen. Auch die Vitos Führungskräfte stellten heraus, dass es im Vorderen Odenwald großen Bedarf an einer Tagesklinik gäbe. „Wir planen daher, eine Tagesklinik mit etwa 20 Plätzen im Weschnitztal zu errichten“, kündigte Vitos Geschäftsführer Schulz an. Eine entsprechende Kontaktaufnahme mit den Bürgermeistern der aufgrund der Lage in Frage kommenden Kommunen Fürth und Rimbach erfolgte durch die Gesundheitsdezernentin bereits. Die Bürgermeister sagten sofort ihre Unterstützung bei der Suche nach einer geeigneten Immobilie zu.

Als überaus positiv würdigte Prof. Dr. Rechlin in dem Gespräch die Tatsache, dass der so genannte 24h-Krisendienst im Hessischen Koalitionsvertrag festgeschrieben wurde: „Eine ständige Erreichbarkeit von Fachkräften für Personen in psychischen Krisen würde eine große Verbesserung der Versorgung darstellen“, so der Experte. In diesem Sinne wurde im Gespräch eine künftig engere Zusammenarbeit der Vitos mit dem Sozialpsychiatrischen Dienst des Bergsträßer Gesundheitsamtes avisiert. Auch die viel diskutierten Themen Digitalisierung und Telemedizin kamen beim Treffen zur Sprache. Sie zählten auch bei Vitos zu den Handlungsfeldern, wie die Mitarbeitenden ausführten. So würden telemedizinische Elemente bereits im Bereich der Somatik in den Vitos Kliniken Weilmünster und Kassel eingesetzt. Auch Stolz betonte die große Bedeutung und die Chancen, die im Einsatz moderner Kommunikationsmittel lägen, und sagte zu, dass der Kreis die Umsetzung entsprechender Ansätze auch in Heppenheim unterstütze.

Abschließend betonte Stolz, dass Vitos ein wichtiger Partner für den Kreis sei – sowohl in Hinblick auf die medizinische Versorgung als auch (gemeinsam mit dem Kreiskrankenhaus Heppenheim und dem Heilig Geist Hospital) in der Ausbildung, mit Blick auf die Gesundheitsakademie Bergstraße. So habe der Kreis unter anderem mit der Lokalen Gesundheitskonferenz, dem Pflegetisch sowie NOVO (Netzwerk Ortsnahe Versorgung Odenwald) und NORIE (Netzwerk Ortsnahe Versorgung Ried) Projekte initiiert, um die medizinische und pflegerische Versorgung im Kreis Bergstraße zu optimieren beziehungsweise für die Zukunft sicherzustellen. Auch die Fachkräfteproblematik sei ein Thema, das gemeinsam angegangen werde, so die Gesundheitsdezernentin.

Bildunterschrift:

Vize-Landrätin Diana Stolz (2.v.li) und Tanja Kögel (links), Projektkoordinatorin Gesundheitsversorgung, mit Ralf Schulz, Sabine Schiel und Prof. Dr. Thomas Rechlin von Vitos (vlnr).