Viernheim ist jetzt auch dabei - Spitzentreffen der „Weinheimer Initiative“ bereitet zehntes Jahresforum vor – Heiner Bernhard bleibt weiter aktiv

Weinheim. Die Rhein-Neckar-Region entwickelt sich als grenzübergreifende Bildungslandschaft weiter voran. Als Gründungsort, Vereinssitz und Namensgeber der bundesweit agierenden „Weinheimer Initiative“ für Kommunale Koordinierung des Übergangs Schule/Beruf ist die Große Kreisstadt Weinheim dabei federführend. Neulich beim diesjährigen „Spitzentreffen“ der „Weinheimer Initiative“ im Alten Rathaus am Marktplatz konnte Weinheims Oberbürgermeister und AG-Sprecher Heiner Bernhard aber einen guten Nachbarn erstmals im Kreis der „Weinheimer Initiative“ begrüßen: Viernheims Bürgermeister Matthias Baaß; die Stadt Viernheim ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft geworden.

„Ich verrate kein Geheimnis, wenn ich sage, dass mir der Beitritt unserer Nachbarstadt Viernheim ein besonderes Anliegen war und ist“, so Heiner Bernhard. Denn mit Weinheim, den AG-Mitgliedern Mannheim und dem Rhein-Neckar-Kreis und jetzt Viernheim bilde man in der Tat eine Schwerpunkt-Region der Kommunalen Koordinierung in der Bundesrepublik Deutschland – und das über Landesgrenzen hinweg.
Bernhard: „Ich finde es sehr spannend, wie stark wir als Nachbarkommunen Synergien nutzen können. Immerhin gehen Viernheimer Jugendliche in Weinheim in die Schule und in die Ausbildung – und umgekehrt geschieht das ebenfalls seit Jahrzehnten auch.“
Die Aufnahme Viernheims in diesen Kreis, so Bernhard, halte er schon deshalb für besonders positiv, ja richtungsweisend, weil es dann zwei benachbarte bildungsaffine Kommunen in zwei verschiedenen Bundesländern gibt. Das generiere neue Netzwerke und könne bessere Lösungsansätze auf der jeweiligen Landesebene ermöglichen. Weinheims OB: „Denn wir alle wissen, wie schwer es uns der Förderalismus in unseren Angelegenheiten oft macht.“

Die Kommunal- und Behördenchefs, die das Spitzentreffen bilden, erfuhren von AG-Koordinator Dr. Wilfried Kruse, dass die Vorbereitungen auf das diesjährige Jahrestreffen bereits angelaufen sind.
Ort des Forums wird – wie beim ersten Mal im Jahr 2008 - die Stadt Dortmund sein. Das sei ein würdiger Ort für ein zweifaches Jubiläum, so der Arbeits- und Sozialforscher. Er erinnerte daran, dass es zehn Jahre her ist, seit dem ersten Jahresforum. Und es ist nun das zehnte seiner Art – denn in den am Anfang fand das Jahresforum im Zwei-Jahres-Rhythmus statt, das zweite nach Dortmund also erst 2010 in Nürnberg.

Erleichtert reagierten die Teilnehmer auf die Ankündigung von OB Bernhard, er werde der AG auch nach dem Ende seiner Dienstzeit zur Verfügung stehen. „Die Arbeit für die Kommunale Koordinierung habe ich als einen besonderen Schwerpunkt meiner Tätigkeiten gesehen. Und ich habe mich daher in enger Absprache mit Wilfried Kruse dazu entschlossen, in der Weinheimer Initiative auch über meine Amtszeit als Oberbürgermeister hinaus – wenn es weiterhin gewünscht wird – Verantwortung wahrzunehmen und mein Engagement einzubringen.“

Wie sehr die „Weinheimer Initiative“ und der Bildungsstandort Weinheim bundesweit bekannt sind, verdeutlicht auch ein weiterer Termin in Bernhards Kalender: Am Wochenende wird er als Schirmherr eine große Bildungsmesse im hessischen Rodgau eröffnen.