Bürstadt. Mit Unverständnis hat der AfD-Ortsverband zur Kenntnis genommen, dass die Stadt Bürstadt das Areal, auf dem sich der Spielplatz in der Kettelerstrasse (unweit der Erich-Kästner-Schule) befindet, an einen auswärtigen Investor verkauft hat. Die Entscheidung wurde bereits im November letzten Jahres in einer nicht öffentlichen Ausschusssitzung gefasst.

Mit der bevorstehenden Bebauung wird nicht nur, neben dem Spielplatz in der Burgunderstraße, eine weitere Spielmöglichkeit für Kinder dem Erdboden gleich gemacht sondern abermals ein Jahrzehnte alter Baumbestand vernichtet. Die Bäume vor Ort wurden größtenteils in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts gepflanzt. Während in anderen Städten das innerstädtische Grün gehegt und gepflegt wird und Naturoasen geschaffen werden, sind in Bürstadt groß angelegte Abholzungsaktionen geplant. Zu nennen sind hier insbesondere: Bebauung des Messplatzes in Bobstadt, Bebauung des Turnvater Jahnplatzes, Abholzung des Baumbestandes in der Bahnhofsallee und nun die weitere Vernichtungsmaßnahme in der Kettelerstrasse.

Die unmittelbar betroffenen Bürger in der Kettelerstrasse und Umgebung wurden bislang vom Verkauf des Geländes nicht informiert und vor vollendete Tatsachen gestellt. Selbstherrliche Politik über die Köpfe der Bürger hinweg hat sich in dieser Stadt leider etabliert. Wie Anwohner berichten, musste bei der damaligen Bebauung des Gebietes Teilflächen eigens für die Errichtung des Spielplatzes abgegeben und der Stadt zur Verfügung gestellt werden. Nun versilbert die Stadt das wertvolle Areal und streicht den Gewinn ein.

In den vergangenen Jahren hat man diesen Spielplatz mehr und mehr verwahrlosen lassen und auch Spielgeräte demontiert. Die darauf folgende geringe Frequentierung des Spielplatzes wird nun sicher als Rechtfertigung für den Verkauf herhalten müssen. Es ist an der Zeit, dass in Bürstadt eine echte Oppositionspartei ins Stadtparlament einzieht, die den Finger auf die zahlreichen Wunden legt.