„Kein Bock auf Plastik im Biomüll“
Zweckverband Abfallwirtschaft Kreis Bergstraße (ZAKB) schickt Müllfahrzeuge auf Tour durch den Kreis Bergstraße, um auf verschmutzten Bioabfall aufmerksam zu machen.

(Lampertheim-Hüttenfeld, 26. März 2020) Bioabfall hat jede Menge Potenzial! Aus den Küchen- und Gartenabfällen erzeugt der ZAKB hochwertigen Kompost für die Landwirtschaft und grüne Energie für den Kreis Bergstraße. Damit das gelingt, muss der Bioabfall frei von Fremdstoffen sein. Doch leider finden die Mitarbeiter des Zweckverbands immer wieder Dinge im Bioabfall, die dort nicht hineingehören – von Plastiktüten über Gläser und Batterien bis hin zu Windeln ist alles dabei.

Müllfahrzeuge als mobile Botschafter

„Seit Jahren macht der ZAKB als Teil der bundesweiten #wirfürbio-Kampagne in den Medien, auf Veranstaltungen und im Netz auf diese Herausforderungen aufmerksam – und wirbt für eine korrekte Mülltrennung. Leider mit mäßigem Erfolg, noch immer ist der Bioabfall durch Fremdstoffe enorm verschmutzt“, erklärt Gerhard Goliasch, Geschäftsführer des ZAKB. „Mit großen und weithin sichtbaren Bannern auf fünf unserer Abfallfahrzeuge möchten wir nun noch einmal klar machen: ‚Plastik und andere Fremdstoffe gehören nicht in den Biomüll‘. Auch kompostierbare Tüten müssen über den Restabfall entsorgt werden. Sie zersetzen sich in unseren Anlagen nicht schnell genug und müssen ebenfalls mühsam aussortiert werden“, so Goliasch weiter.

Belastung für den Gebührenhaushalt

Der Kampf gegen die Fremdstoffe im Bioabfall beeinflusst auch die Abfallgebühren der Bürgerinnen und Bürger. „Das Aussortieren ist sehr aufwändig und kostet jedes Jahr viel Zeit, Personal und Geld. Denn alle herausgefilterten Stoffe müssen als sogenannter Siebüberlauf anschließend im Müllheizkraftwerk verbrannt werden“, erklärt Christian Engelhardt, Landrat des Kreises Bergstraße und Verbandsvorsitzender des ZAKB. „Hier gab es in den letzten Jahren enorme Preisanstiege. Es ist daher umso wichtiger, durch konsequentes Abfalltrennen möglichst wenig Siebüberlauf zu erzeugen“, so Engelhardt weiter.

Wer sich unsicher ist, wo etwas entsorgt wird, findet im Abfall-ABC („Wo entsorge ich was?“) auf zakb.de oder in der ZAKB-App die richtige Antwort. Auf der Webseite stehen zudem Trennhilfen in elf Sprachen und mit Piktogrammen für alle Abfälle zum kostenlosen Download bereit.

Heute hat Landrat Christian Engelhardt und Geschäftsführer Gerhard Goliasch ein Fahrzeug der Öffentlichkeit präsentiert. Foto ZAKB