Vom Neu-OB zu den Neubürgern – Die Situation des Ankommens noch leichter machen

Weinheim. Es war eine besondere Art des Neubürgerempfangs, jetzt im Rathaus, denn Weinheims OB Manuel Just ist ja – nach rund acht Wochen – auch noch neu. Nicht als wohnhafter Bürger, zumindest noch nicht. Aber als „Einpendler“. Er hatte dadurch auch einen besonderen Draht bei seinem ersten Neubürgerempfang im Rathaus. „Ich bin, zumindest beruflich betrachtet, in einer ähnlichen Situation wie Sie“, empfing er schmunzelnd die Neubürgerinnen und Neubürger. Und er bescheinigte: „Sie haben mit Ihrem Umzug nach Weinheim einen Neustart gewagt.“ 

Manuel Just beschrieb: „Viele von Ihnen haben sich vielleicht die Fragen gestellt: Werde ich hier gut aufgenommen? Finde ich Freunde? Werde ich mich in Weinheim wohlfühlen? Ich persönlich kann diese Frage schon nach wenigen Wochen mit einem eindeutigen Ja beantworten.“

Und er empfahl, ganz im Sinne einer dynamischen Stadtgesellschaft: „Am schnellsten entstehen diese Kontakte, wenn man sich in Vereinen oder in anderer Weise ehrenamtlich engagiert.“ Auch die Stadtverwaltung werde die Neubürger gerne in dieser Phase unterstützen - und wo möglich – Hilfestellung anbieten, erklärte der OB.

Er berichtete, dass sich in Weinheim jeden Monat im Schnitt etwa 200 Personen anmelden. In den vergangenen vier Monaten waren es konkret 761 Personen. Darunter waren 284 ausländische Staatsangehörige aus 54 Nationen.

Interessant sei auch, wertete der OB die Statistik aus, dass 195 dieser über 700 Personen wieder nach Weinheim zurückgekommen sind, das sind etwa ein Viertel. Wie bei den Neubürgerempfängen üblich, bot die Stadt über die Tourist-Info kostenlose Stadtführungen an und führte den Imagefilm auf. Einige wesentliche Zahlen, Daten und Fakten ergänzte Manuel Just: Zum Beispiel, dass der im Mai neugewählte Gemeinderat hat neben ihm 36 weitere Mitglieder hat. Er rührte die Werbetrommel für die Stadt und fügte an: „Nicht zuletzt aufgrund des Lebensqualität versprühenden Marktplatzes behaupten nicht wenige, hier beginnt Italien…“

Weinheim sei stolz auf seine touristischen Sehenswürdigkeiten, „aber auch darauf, dass wir in den vergangenen Jahren die Stadt modernisiert haben“. Er erinnerte auch daran, dass das Magazin „WirtschaftsWoche“ im Jahr 2015 ein Ranking der attraktivsten Innenstädte Deutschlands veröffentlicht hat, was die Urbanität, Kaufkraft, die Aufenthaltsqualität und innovative Veränderung betrifft: Weinheim lag dabei unter den „Top 25“. Mit fast 16 000 Einpendlern und 11 600 Auspendlern beschrieb Just sein Weinheim als „einen gesunden Wirtschaftsstandort mit einer sehr geringen Arbeitslosenquote von lediglich aktuell 3,3 Prozent“. Hinzu kommen eine „beeindruckend gute Schulversorgung und eine sehr gute Kleinkindbetreuung sowie zahlreiche Betreuungseinrichtungen für unsere Seniorinnen und Senioren“.

Der OB: „Viele soziale Einrichtungen, Verbände und Initiativen sorgen für eine – wie ich finde spürbare – gesellschaftliche Wärme.“ Und er bestätigte: „Unser Ziel ist es, die Situation des Ankommens noch leichter machen.“