Dank für unermüdliches und erfolgreiches Engagement zugunsten der GRN-Einrichtungen

Ab dem 1. Juli 2019 werden die GRN-Kliniken Eberbach und Sinsheim unter neuer Leitung stehen: Martin Hildenbrand, langjähriger Leiter der beiden ehemaligen „Kreiskrankenhäuser“ – und einige Jahre auch der GRN-Klinik Weinheim – verabschiedete sich am Dienstag, 25. Juni, im Casino der Sinsheimer GRN-Einrichtungen in den Ruhestand. Sein Nachfolger in der Klinik Sinsheim wird der bisherige stellvertretende Klinikleiter, Thorsten Großstück. In Eberbach wird zunächst Hildenbrands erfahrener Stellvertreter Ralf Geiger kommissarisch die Klinikleitung übernehmen.

Neben zahlreichen Weggefährten aus über dreißig Berufsjahren in den Gesundheitseinrichtungen des Rhein-Neckar-Kreises und weiteren geladenen Gästen – unter ihnen Bürgermeister Peter Reichert, Eberbach, und Oberbürgermeister Jörg Albrecht, Sinsheim – bedankten sich Landrat Stefan Dallinger und der Geschäftsführer der GRN Gesundheitszentren Rhein-Neckar gGmbH, Rüdiger Burger, bei dem nun ehemaligen GRN-Klinikleiter: „Ich habe in meinem Berufsleben nur ganz wenige Menschen erlebt, die sich wie Martin Hildenbrand mit umfassenden Fachkenntnissen und einem derart außergewöhnlichen Engagement unermüdlich und erfolgreich um die Weiterentwicklung der ihnen anvertrauten Einrichtungen und Mitarbeiter gekümmert haben“, äußerte sich Geschäftsführer Burger rückblickend über seinen langjährigen Weggefährten. Landrat Dallinger verlieh Hildenbrand die Silberne Ehrenmedaille des Rhein-Neckar-Kreises mit den Worten: „Sie haben in 35 Berufsjahren Ihre Fachbereiche geprägt, sich für eine moderne, leistungsfähige, effiziente und bedarfsgerechte, trotzdem wirtschaftliche Patientenversorgung eingesetzt; kurzum sich um die gesamte GRN gGmbH des Rhein-Neckar-Kreises verdient gemacht.“ Darüber hinaus sprachen Dallinger und Burger den neuen Klinikleitern ihr vollstes Vertrauen aus und wünschten ihnen gutes Gelingen für die kommenden Aufgaben und Herausforderungen.


Martin Hildenbrand: Rückblick

Martin Hildenbrand hatte 1984 als Diplom-Verwaltungswirt seine Karriere bei den Gesundheitseinrichtungen des Rhein-Neckar-Kreises begonnen. Seinerzeit wechselte er vom Bauordnungsamt der Stadt Heidelberg als Personalsachbearbeiter zum damaligen Kreiskrankenhaus in seine Heimatstadt Eberbach. 1988 bis 1989 hatte er Gelegenheit, in gleicher Funktion Erfahrungen im Dezernat für soziale Einrichtungen des Kreises zu sammeln. Im Anschluss daran wurde Hildenbrand als stellvertretender Verwaltungsleiter wieder zurück ins Eberbacher Krankenhaus gerufen, für das er seit 2003 zunächst als Verwaltungsdirektor, seit 2009 bis heute als Klinikleiter die Verantwortung trug. 2006 übernahm er zusätzlich die Leitung des Weinheimer Krankenhauses – heute GRN-Klinik Weinheim –, die er im Mai 2011 gegen die entsprechende Funktion an der Sinsheimer Klinik eintauschte.

Den Abschied aus dem Berufsleben nimmt Martin Hildenbrand zum Anlass zurückzublicken. Seit 1984 habe das Gesundheitswesen, medizinisch gesehen, zweifelsohne riesige Fortschritte gemacht; die Entwicklung bezüglich dessen Finanzierung sieht er allerdings kritischer: „Mein ganzes Berufsleben hat mich die Forderung nach der Verschlankung von Prozessen und dem Abbau von Bürokratie begleitet. Die Wahrheit ist, dass wir immer mehr Bürokratie aufbauen – weil uns das aktuelle Gesundheitssystem dazu zwingt.“ Um die zukünftigen Herausforderungen meistern zu können, so der scheidende Klinikleiter, bedürfe es deutlicher Veränderungen in der Krankenhausfinanzierung. Die Leistungen der Grund- und Regelversorgung müssten erheblich besser vergütet und dem berechtigten Wunsch der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach einer besseren „Work-Life-Balance“ Rechnung getragen werden.

GRN-Kliniken Eberbach und Sinsheim gut aufgestellt

Trotz schwieriger Rahmenbedingungen sieht Martin Hildenbrand „seine“ beiden Kliniken gut aufgestellt: „Mit der Urologie, dem Endoprothetikzentrum, einer leistungsstarken Viszeralchirurgie und einer Inneren Abteilung mit Herzkatheterlabor haben wir in Eberbach eine Klinik, die die Grund- und Regelversorgung, die Notfallversorgung und darüber hinausgehende Leistungen anbieten und abdecken kann. Das Gleiche gilt für Sinsheim, wo ergänzende Alleinstellungsmerkmale wie die Neurologie und die Palliativeinheit angeboten werden. Daneben hat Sinsheim ein hervorragendes Leistungsangebot in den Abteilungen Viszeralchirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie sowie Innere Medizin. Einen Schwerpunkt sehe ich hier natürlich auch in der Geburtshilfe, die in den letzten Jahren einen deutlichen Zuwachs an Geburtenzahlen verzeichnen konnte.“

Bevor sich der gebürtige Eberbacher am 25. Juni in den Ruhestand verabschiedete, um in seiner Geburtsstadt, in der er heute noch lebt, das Familienleben zu genießen und seine Hobbies zu pflegen, lag ihm eines noch besonders am Herzen: „Mich bei meinen Mitarbeitern und Weggefährten herzlich für das stets gute Miteinander, für die tolle Zusammenarbeit und Unterstützung zu bedanken – vor allem dass sie mich so angenommen haben, wie ich bin.“ Es war bei der Verabschiedung zu spüren: Ihren Klinikleiter anzunehmen und wertzuschätzen ist den Weggefährten nicht schwergefallen. Nicht leicht hingegen wird es für sie sein, im Berufsalltag auf den stets freundlichen, aufmerksam zuhörenden, besonnenen Menschen und professionell agierenden Klinikmanager Martin Hildenbrand zu verzichten.


Thorsten Großstück: Betriebswirtschaftliches Know-how und praktische Erfahrung in der Notfallmedizin

Thorsten Großstück hat seit Januar 2018 an der GRN-Klinik Sinsheim die Funktion des stellvertretenden Klinikleiters inne. Der 37-jährige verheiratete Vater zweier Kinder lebt in Mannheim und ist seit über 15 Jahren im Gesundheitswesen aktiv: Nach seinem Zivildienst im Rettungsdienst absolvierte er von 2002 bis 2005 ein duales Studium an der Berufsakademie Mannheim und der Universitätsmedizin Mannheim, wo er anschließend im Bereich Unternehmensentwicklung seine berufliche Laufbahn begann. 2006 wechselte er ins SRH Klinikum Karlsbad-Langensteinbach, zunächst in der Funktion des Assistenten der Geschäftsführung, später als Leiter der Allgemeinen Verwaltung. Ab 2011 war er Verwaltungsleiter der Kliniken Schmieder in Heidelberg, bevor er 2018 beim GRN-Verbund begann.

Die eineinhalb Jahre seit Beginn seiner Tätigkeit in der GRN-Klinik Sinsheim nutzte Großstück, um sich mit den Facetten des Hauses – zu dem organisatorisch auch die GRN-Klinik für Geriatrische Rehabilitation gehört – vertraut zu machen. „Das Wasser, in das ich nun springe, ist nicht mehr ganz so kalt, sondern bereits auf Raumtemperatur“, scherzt er, angesprochen auf die neuen Herausforderungen als Klinikleiter. Mit seinen Erfahrungen in Akut- ebenso wie in Rehakliniken fühlt er sich für seine neue Aufgabe gut vorbereitet. Hinzu kommt, dass er mit seiner Ausbildung als Rettungssanitäter und der bis in die heutige Zeit reichenden ehrenamtlichen Tätigkeit als Einsatzleiter im Rettungsdienst den Alltag von Ärzten und Angehörigen anderer medizinischer Berufe nicht nur aus der Theorie kennt.

Eine der besonderen Herausforderungen im Gesundheitswesen sieht Thorsten Großstück in der zunehmenden Digitalisierung: „Sie setzt voraus, dass das, was medizinisch-pflegerisch notwendig ist, noch stärker in unseren Fokus rückt. Um den digitalen Wandel vorzubereiten, müssen wir die Klinik-internen Prozesse weiter analysieren. Deren Kenntnis ist wiederum der erste Schritt, um kaufmännisch die richtigen Entscheidungen zu treffen.“ Die Entwicklung des klinischen Entlassmanagements hin zu einer besseren Verzahnung von Akutversorgung und Nachsorge ist ein weiteres seiner Ziele. Dies gilt unter anderem auch für die Zusammenarbeit der GRN-Akutklinik mit der GRN-Klinik für Geriatrische Rehabilitation, etwa im Bereich der Alterstraumatologie: Hier arbeiten Ärzte, Pflegefachleute, Physiotherapeuten und Sozialberater eng zusammen, um beispielsweise die Betreuung von betagten Patienten nach einer Knie- oder Hüftoperation lücken- und komplikationslos zu gestalten.

Ralf Geiger: Kommissarische Leitung mit ruhiger Hand

Ralf Geiger, ab sofort kommissarischer Klinikleiter der GRN-Klinik Eberbach, begann seine Karriere im Öffentlichen Dienst nach seinem BWL-Studium 1988 im Einkauf der GRN-Klinik Sinsheim. Dort beeindruckte er seine Vorgesetzten durch sein Fachwissen so sehr, dass Martin Hildenbrand ihn 2003 Verbund-intern als seinen Stellvertreter nach Eberbach abwarb. Dass er mit wenigen Kunstgriffen komplexe betriebswirtschaftliche Sachverhalte allgemein verständlich darstellen kann, bewundert Hildenbrand an seinem langjährigen Weggefährten ganz besonders und hat keinerlei Zweifel daran, dass Geiger die Eberbacher Klinik mit ruhiger Hand führen wird, bis ein Nachfolger für die Klinikleitung gefunden ist.

Bildunterschrift: Martin Hildenbrand (Mitte) mit Landrat Stefan Dallinger (links), GRN-Geschäftsführer Rüdiger Burger (2. v. rechts) sowie seinen Nachfolgern Ralf Geiger, Eberbach (2. v. links), und Thorsten Großstück, Sinsheim (rechts). (Foto: GRN)