Offener Brief an Pfarrer Angelo Stipinovich aus Viernheim

Der Kreisverband Bergstraße der Alternative für Deutschland (AfD) nimmt mit großer Empörung die im Viernheimer Tageblatt vom 03.09.2016 veröffentlichten Aussagen durch den katholischen Geistlichen Pfarrer Angelo Stipinovich aus Viernheim zur Kenntnis. In dem mit dem Viernheimer Tageblatt geführten Interview antwortet Pfarrer Stipinovich auf den Hinweis des Redakteurs, dass der AfD-Kreisverband Bergstraße im Herbst einen Ortsverband in Viernheim gründen werde. Stipinovich äußerte, er habe das Parteiprogramm gelesen und fügte wörtlich folgende Sätze hinzu:

Ich muss sagen, dass ich nichts Christliches darin finden konnte. Nehmen Sie die Aussage, dass die Gaskammern im Konzentrationslager Dachau von den Alliierten im Nachhinein gebaut worden waren, um zu täuschen. Oder der Schießbefehl auf Flüchtlinge ... ich bin der Auffassung dass wir auch den Einzug der AfD in die Stadtverordnetenversammlung meistern würden.“

Kreis- und Landessprecher Rolf Kahnt weist die Äußerungen des katholischen Geistlichen mit Entschiedenheit zurück, es gäbe im Programm der Partei weder die eine noch die andere Aussage, mit der Stipinovich sich nun in die Reihe derer einordne, die das Parteiprogramm wahrscheinlich nicht gelesen hätten. „Derlei Aussagen gibt es nicht in unserem Parteiprogramm“, so Kahnt, „die erfundene und schamlose Aussage des Geistlichen, der das achte Gebot eigentlich besser kennen und sich danach orientieren müsste, ist nur Teil einer weiteren Diffamierungskampagne gegen eine demokratisch gewählte Partei, die sowohl in Landtagen und allen hessischen Kommunalvertretungen nunmehr stark vertreten ist“.

Ferner stellt Kahnt fest, verleumderische Aussagen über die AfD würde man bislang nur von politischen Gegnern kennen, denen die großen Wahlerfolge der AfD durch eine breite Bevölkerung nicht passten. Dass sich nun ein katholischer Geistlicher zu derart unwahren und unanständigen Aussagen hinreißen lasse, werfe ein erbärmliches Bild auf Stipinovch selbst. Der AfD-Kreisverband Bergstraße fordert hiermit Pfarrer Stipinovich unmissverständlich auf, seine verleumderischen Aussagen öffentlich umgehend zurückzuziehen. „Wir behalten uns rechtliche Schritte gegen Stipinovich vor“, betont Kahnt, eine Unterlassungsklage sei in jedem Fall zu erwägen.