Kreis Bergstraße (kb). Die Landkreise Bergstraße und Darmstadt-Dieburg erarbeiten aktuell neue Nahverkehrspläne. Aus diesem Anlass plädiert Kreisbeigeordneter Karsten Krug für eine verstärkte kreisübergreifende Kooperation: „Wir haben bereits Kontakt mit der Darmstadt-Dieburger Nahverkehrsorganisation (DADINA) aufgenommen, um den öffentlichen Nahverkehr für unsere Bürgerinnen und Bürger zu optimieren. Dafür müssen wir uns mit unseren Nachbarkreisen stärker vernetzten und gemeinsam Lösungen finden, wie wir auch unser Nahverkehrsangebot miteinander verknüpfen können.“

In den besonderen Fokus soll dabei die Nahverkehrssituation im Lautertal rücken. Schon im vergangenen Jahr hat der Kreis daher Kontakt mit der DADINA aufgenommen. „Der Entwicklung des neuen Nahverkehrsplans für die Region Darmstadt-Dieburg war ein Beteiligungsverfahren vorgelagert. An diesem haben wir teilgenommen und uns für eine Verlängerung der Linie O bis Gadernheim stark gemacht. Dabei haben wir auch unsere Bereitschaft signalisiert, uns als Kreis finanziell an den Kosten zu beteiligen“, so Krug. „Leider konnte unser Wunsch bisher nicht berücksichtigt werden und eine Erweiterung der Strecke wurde bislang nicht geprüft.“

„Der Kreis Bergstraße macht sich schon lange für gute kreis- und verbundübergreifende ÖPNV-Angebote stark. Wir würden es begrüßen, wenn in Zukunft vermehrt kreisübergreifende Konzepte erarbeitet werden“ so der hauptamtliche Kreisbeigeordnete Krug. Unabhängig von dem nun zur Fortschreibung anstehenden Nahverkehrsplan bei der DADINA hatte Krug schon in 2017 und 2018 Gespräche mit den zuständigen Ansprechpartnern im Landkreis Darmstadt-Dieburg, im Odenwaldkreis und im Kreis Groß-Gerau geführt, mit eben dieser Zielsetzung, dass kreisübergreifend bessere Angebote realisiert werden sollen.

Mit einem kreis- und vor allem auch verbundübergreifenden Konzept könnten auch die aktuellen Regelungen zu Übergangstarifen neu geregelt und somit kundenfreundlicher gestaltet werden. Besonders auf den Schienenstrecken Riedbahn und Main-Neckarbahn sollten die Tickets des VRN ihre Gültigkeit bis möglichst Frankfurt beziehungsweise Tickets der RMV bis Heidelberg und Mannheim behalten, betonte der für den ÖPNV zuständige Dezernent. „Dies ist mir schon lange ein Dorn im Auge und ich bin hier mit beiden Verbünden in Kontakt, diese für viele Pendler bei verbundübergreifenden Fahrten nachteilige Situation zu ihren Gunsten zu verbessern.“

Bildunterschrift: Kreisbeigeordneter Karsten Krug machte sich selbst ein Bild von der ÖPNV-Lage in Beedenkirchen.