Solide Betten-Bilanz: Der Landkreis Bergstraße kam im vergangenen Jahr auf genau 781.753 Gäste-Übernachtungen – 3,5 Prozent mehr als noch 2016. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten mit. Die NGG Darmstadt und Mainz beruft sich hierbei auf die neuesten Beherbergungszahlen des Statistischen Landesamts. Danach erzielte der hessische Tourismus mit 34,1 Millionen Übernachtungen das achte Rekordjahr in Folge (ein Plus von 4,6 Prozent).

„Heimische Hotels und Pensionen erleben seit mehreren Jahren einen kleinen Boom“, sagt NGG-Geschäftsführer Guido Noll. Von den hohen Gäste-Zahlen profitierten auch Gaststätten, Restaurants und Kneipen. „Damit die Besucher auch gern wiederkommen, brauchen wir jedoch mehr geschultes Fachpersonal. Minijobber allein stemmen keinen Boom“, betont Noll. An die Arbeitgeber appelliert der Gewerkschafter, deutlich mehr für eine attraktive Berufsausbildung zu tun.

„Klar ist auch: Nur wenn Bezahlung und Arbeitszeiten stimmen, werden wir künftig genügend Köche und Kellner haben“, so Noll weiter. Dazu gehöre, dass Chefs die Arbeitszeiten ihrer Beschäftigten genau aufschreiben. Nur so lasse sich verhindern, dass Löhne geprellt und Umsonst-Überstunden zur Regel würden.

Bildunterzeile: In heimischen Hotels und Pensionen klingelt es immer häufiger an der Rezeption – und damit in der Kasse. Mit Blick auf steigende Übernachtungs- und Umsatzzahlen fordert die Gastro-Gewerkschaft NGG mehr Fachkräfte und gute Arbeitsbedingungen für die Branche.
Foto Tobias Seifert / NGG