In Gadernheim, Seeheim, Hammelbach und Schwanheim hat er begeisternde Konzerte gegeben und zum Abschluss in Heppenheim bei einem Chorworkshop Entwicklungshilfe im Gospelgesang geleistet. Der Efatha-Chor aus der tansanischen Partnerkriche des Evangelischen Dekanats hat an der Bergstraße einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen.

Efatha ist eine Aufforderung und heißt auf Deutsch „Öffne Dich!“ Den 20 Mitgliedern des Chors, der als einer der besten in der Moravian Church in Tansania gilt, öffneten sich nicht nur die Herzen der Konzertbesucher. Auch ebensoviele Worhshop-Teilnehmer, wollten lernen, was afrikanischen Gospel ausmacht, und wie man sich für Musik und Glaube öffnet. „Ich habe mich von der afrikanischen Begeisterung anstecken lassen. Die Verbindung von Musik und Körpersprache ist einfach eine Bereicherung“, sagte Werner Engelhardt aus Kirschhausen. „Die Bewegungen kann ich leider nicht mehr mitmachen. Aber mich zu Hause verkriechen, wollte ich auch nicht“, meinte Christel Fuchs aus Ober-Hambach, die mit ihren 75 Jahren die älteste Workshop-Teilnehmerin war.

Der Leiter des Efatha-ChorsNsajigwa Mwafumbila schätzte die besondere Atmosphäre des Workshops: „Der Kontakt ist viel enger als bei den Konzerten. Es ist eine gute Möglichkeit, sich gegenseitig kennenzulernen.“ Das sah Siegfried Schwarzmüller aus Lindenfels ganz ähnlich. „Mir ging es auch darum, Menschen aus einer anderen Kultur kennenzulernen. Ich finde es phantastisch, dass das Evangelische Dekanat so etwas auf die Beine gestellt hat. Allein die Begegnung war das Geld wert.“ Der Teilnehmergebühr betrug 45 Euro.

Für die Deutschen war es ungewohnt, dass nicht nach Noten, sondern ausschließlich nach Gehör gesungen wurde. Einstudiert wurden nicht nur tansanische, sondern auch deutsche Lieder. Auf letztere hätten einige lieber verzichtet. Horst Opfermann aus Heppenheim meinte dagegen: „Die Mischung stimmt. Damit wurde deutlich, dass Singen in beiden Sprachen Spaß macht.“ Der Efatha-Chor wurde während seines Aufenthalts von Tilman Pape, Pfarrer für Ökumene und Mission im Evangelischen Dekanat Bergstraße, betreut. Sein Fazit: „Es hat wirklich Spaß gemacht. Beim Workshop haben wir zwar nur wenige Lieder einstudiert, die aber sehr intensiv.“ So bestritten die Workshop-Teilnehmer gemeinsam mit den tansanischen Sängern die erste Hälfte des Abschlusskonzertes in der Heppenheimer Kirche St. Peter gemeinsam. Die zweite Hälfte bestritt der Efatha-Chor allein. Vor ihren Konzerten im Dekanat Bergstraße hatte der Chor mehrere Aufritte beim Evangelischen Kirchentag in Stuttgart. Auch dort vergingen jeweils nur wenige Minuten, bis die Zuhörer der Aufforderung folgten: „Efatha!“