Die Viernheimer AfD hat am Freitag, den 25.11. einen Themenabend zur Familienpolitik durchgeführt und konnte hierzu rund 40 Teilnehmer begrüßen.

Der Landessprecher Hessen und Kreissprecher Bergstraße, Herr Rolf Kahnt, begann mit einem Grußwort und betonte die Wichtigkeit der Arbeit der Ortsverbände, die die Themen und Ideen der AfD vor Ort darstellen und ins Volk tragen.

Daraufhin übernahm der Ortssprecher für Viernheim, Herr Klaus Hofmann, das Wort, das er zu einer Begrüßung der Referentin, Frau Harder-Kühnel und der Gäste nutzte. Weiterhin verwies er auf die aktuelle Pressemitteilung des Ortsverbandes Viernheim, in der dieser eine weitere Belastung der Bürger durch die kommende Straßenbeitragssatzung als nicht hinnehmbar bezeichnete. Genug ist genug! Daher muss die Grundsteuer parallel zur Einführung der Straßenbeitragssatzung deutlich gesenkt werden!

Zum Thema Familienpolitik kommend lobte Hofmann zunächst die neue Vorsitzende der SPD Viernheim, Frau Silke Brauner, die nicht nur 50% ihrer letzten SPD-Mitgliederversammlung am 29.10. der AfD gewidmet, sondern nach ihrem eigenen Bekunden das Programm der AfD intensiv gelesen habe.

Die AfD bekennt sich zur traditionellen Familie als Leitbild, die aus Vater, Mutter und Kindern besteht. Für Frau Brauner hat sich die AfD damit komplett aus der Lebenswirklichkeit entzogen. Wie diese Lebenswirklichkeit denn aber in den Augen des Sarah-Wagenknecht Fans Brauner aussieht, ließ sie offen. Die AfD in Viernheim hat diesen Impuls jedenfalls aufgenommen, und sich intensiv dem Thema Familienpolitik gewidmet.

Freundlicherweise hat sich Frau Mariana Harder-Kühnel, Rechtsanwältin und dreifache Mutter, bereit erklärt, das familienpolitische Programm der AfD zu erläutern. Frau Harder-Kühnel ist hessische Vertreterin im Bundesfachausschuss 4 (Familie/Zuwanderung) und Sprecherin des Landesfachausschusses Familie und wird die AfD als hessische Spitzenkandidatin in den Bundestagswahlkampf führen.

Der § 6 des Grundgesetzes (siehe Infokasten) ist ein wichtiger Eckpfeiler der Familienpolitik, nur leider unterscheiden sich Theorie und Praxis hier zu Lasten der Familie, begann Frau Harder-Kühnel. Das zeigt sich z.B. in der geringen Erhöhung des Kindergelds um nur 2 Euro p.M. aus vermeintlichem Geldmangel, währen allein der Bundeshaushalt für Flüchtlingsversorgung im Jahre 2015 ca. 15 Mrd. Euro eingeplant hatte, bis 2020 sogar 90 Mrd. Euro.

Die traditionelle Familie ist die Lebensgrundlage von 72% aller Kinder und damit anders als von Frau Brauner behauptet keineswegs aus der Wirklichkeit verschwunden. Leider liegt die Geburtenrate in Deutschland bei nur 1,4 Kindern pro Frau, ein Drittel aller Akademikerinnen bekommen überhaupt keine Kinder. In der Alterung der Gesellschaft liegt Deutschland an zweiter Stelle hinter Japan.

Japan ist lt. Frau Harder-Kühnel das beste Beispiel, dass eine niedrige Geburtenrate eben kein Grund für Masseneinwanderung ist. Japan meistert den mit der Alterung verbundenen Strukturwandel mit Bravour, ohne sich durch unkontrollierte Masseneinwanderung massive soziale Probleme aufzuladen.

Zuwanderung, gerade ins soziale Netz, löst die deutsche Demographiekrise nicht. Daher ist es das Ziel der AfD, statt Masseneinwanderung eine Willkommenskultur für Kinder und für das Kinderkriegen umzusetzen, um die Nachteile für die grundgesetzlich geschützte Familie zu beseitigen.

Ein wichtiger Baustein ist die Einführung des Familiensplittings nach französischen Vorbild, was eine echte Hilfe für Mütter aus der Mitte der Gesellschaft darstellt, den Druck zur doppelten Berufstätigkeit abbaut und eine echte Wahlfreiheit ermöglicht. Unterstützt werden muss dies mit Maßnahmen zu einer Flexibilisierung der Arbeitszeit zugunsten der Familien.

Wichtig ist ebenso ein Wertewandel zugunsten der Familie, weg von einem oftmals übertriebenen Individualismus in einer wertefreien Spaßgesellschaft. 90% der jungen Menschen wollen eine Familie mit Kindern, junge Frauen streben einen modernen, freien Feminismus an, in der Arbeit und Muttersein kein Gegensatz sein darf, in der eine echte Wahlfreiheit besteht und die Hausfrauen-Mutter nicht mehr diskriminiert oder schief angesehen wird.

Frau Harder-Kühnel ging im Weiteren auf das sog. Gender-Mainstreaming ein. Nach dieser Ideologie ist das Geschlecht nichts Angeborenes, sondern nur anerzogen und kann damit abgelegt und neudefiniert werden. In Facebook gibt es z.B. 63 Geschlechter, die man sich aussuchen kann. Diese Ideologie, die die Familie frontal angreift ist zumal verbunden mit einer geradezu klinischen Sexualaufklärung bereits für Kleinkinder und wurde von der schwarz-grünen hessischen Landesregierung gerade zum Teil des Lehrplanes für alle hessischen Schüler gemacht. Eine solche extreme Frühsexualisierung sogar schon von Grundschulkindern überfordere diese und setze sie unter Druck. Eine solche Politik ist mit der AfD nicht zu machen, betonte Frau Harder-Kühnel, die auch die an den Vortrag anschließende Fragerunde souverän meisterte.

Unser Fazit: 1972 klebte die SPD zur damaligen Bundestagswahl Plakate mit der Aufschrift „Wir haben die besseren Männer“. Im Jahre 2016 kann die AfD mit der Bundessprecherin Frau Dr. Petry, der baden-württembergischen Spitzenkandidatin zur Bundestagswahl Frau Dr. Alice Weidel und nicht zuletzt mit Frau Harder-Kühnel voll Stolz sagen: Wir haben die besseren Frauen!

Wer sich für die AfD interessiert, kann sich an folgende Adressen wenden:

klaus.hofmann@afd-hessen.de

oder

Klaus Hofmann
Postfach 1467
68504 Viernheim


Infokasten

Art 6 Grundgesetz
(1) Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung.
(2) Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.
(3) Gegen den Willen der Erziehungsberechtigten dürfen Kinder nur auf Grund eines Gesetzes von der Familie getrennt werden, wenn die Erziehungsberechtigten versagen oder wenn die Kinder aus anderen Gründen zu verwahrlosen drohen.
(4) Jede Mutter hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft.
(5) Den unehelichen Kindern sind durch die Gesetzgebung die gleichen Bedingungen für ihre leibliche und seelische Entwicklung und ihre Stellung in der Gesellschaft zu schaffen wie den ehelichen Kindern.