[RM] Während das neue Jahr für die Freiwillige Feuerwehr Weinheim ruhig startet, wurde es am Abend arbeitsintensiv. Kurz nach 19 Uhr wurde die Abteilung Stadt in die untere Hauptstraße zu einem Gefahrgutunfall gerufen. Anwohner hatten an Ihrem Briefkasten, sowie an der Hauswand und im Hausflur eine übel riechende Flüssigkeit entdeckt. Wie diese dort hinkam ist unbekannt und Gegenstand der Ermittlungen der Weinheimer Polizei. Die Einsatzkräfte sperrten den Bereich weiträumig ab und forderten Anwohner auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Mit leichten Chemikalienschutzanzügen wurde die Flüssigkeit mit den zur Verfügung stehenden Nachweismitteln analysiert. In der Grundelbachstraße wurde der Abrollbehälter Atemschutz-Gefahrgut und der Rüstwagen in Stellung gebracht. Die Hilfeleistungslöschfahrzeuge nahmen in der Hauptstraße ihr Arbeit auf. Mit dem Einsatzleitwagen wurden die Datenblätter des Stoffs ausgewertet und der Einsatz koordiniert. Mit einem Hochdrucklüfter wurde versucht das Haus von dem Geruch zu befreien. Parallel dazu wurde die Flüssigkeit stark verdünnt, gebunden und aufgenommen. Während der Hilfeleistung war die untere Hauptstraße zwischen 19:15 Uhr und 20:30 Uhr für den Verkehr voll gesperrt. Sachdienliche Hinweise nimmt das Polizeirevier Weinheim unter 06201/10030 entgegen.

Kurz vor 22 Uhr wurde die Abteilung Stadt zur Unterstützung der Feuerwehr Hirschberg mit der Drehleiter in die Brunnengasse nach Großsachsen alarmiert. Aufgrund eines medizinischen Notfalls forderte der Rettungsdienst die Feuerwehr zur patientengerechten und schonenden Rettung nach. Aufgrund der Erkrankung wollte sich der Rettungsdienst mehre Rettungsmöglichkeiten offenlassen. Daher wurde die Drehleiter an dem Gebäude in Stellung gebracht. Da eine Flachlagerung für den Patienten nicht optimal war, entschied man sich dann dafür die Rettung über das Treppenhaus einzuleiten. Die Feuerwehr Hirschberg rettet die Person mit einem Tragetuch und brachte Sie zum Rettungswagen. Von dort konnte Sie zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden.

Parallel zum Drehleitereinsatz, bei dem die Abteilung Stadt die Feuerwehr Hirschberg unterstützte, meldet die Leitstelle kurz vor 22 Uhr noch einen Brandmeldealarm in der Burggasse. Der Löschzug rückte zur Einsatzstelle aus und erkundete die Lage. Ein Trupp ging unter Atemschutz mit Kleinlöschgerät vor. Es stellte sich heraus, das Essen auf einem Herd angebrannt war. Durch die natürliche Lüftung war der Rauch abgezogen und die Anlage konnte zurückgestellt werden. Die Feuerwehr gab Entwarnung und die Bewohner konnten wieder in das Gebäude.

Foto: David Kunerth - Ralf Mittelbach / Text: Ralf Mittelbach