Wenn die Oma anders wird - Filmfestival der Generationen war eine erfolgreiche Kooperation der Weinheimer Akteure -

Weinheim. Das „Filmfestival der Generationen“ hat auch in Weinheim wieder eine Station eingelegt. Zwei Filme über das besondere Älterwerden wurden im Kino „Modernes Theater“ gezeigt. Kooperationspartner der Stadt waren dabei der Verein „Leben mit Demenz", der Pflegestützpunkt des Rhein-Neckar-Kreises in Weinheim sowie der Stadtseniorenrat. Symbolisch stellten sich die Akteure - mit Abstand – vor dem Kino auf und begrüßten die Besucher. Rund 70 Personen waren es insgesamt, so dass der Platz im Kino coronagerecht aufgeteilt werden konnte. Am Sonntag stand die Reisereportage von Margot Flügel-Anhalt auf dem Spielplan, wie sie sich mit 64 Jahren zum ersten Mal in ihrem Leben auf ein Motorrad setzt – und auf und davon fährt: Los geht’s in ihrem Dorf in Nordhessen und danach 117 Tage und 18 000 Kilometer lang durch Osteuropa und Zentralasien.

Aus dem Filmfestival ist ja die Weinheimer Kinoreihe „Woinemer KaffeeKino“ hervorgegangen. Seit fünf Jahren gibt es dieses Kino-Angebot für Menschen, die gerne älter werden. In Kooperation bieten das Amt für Soziales, Jugend, Familien und Senioren und das Kino „Modernes Theater“ in der Fußgängerzone ein zugeschnittenes Kino-Programm für die eher ältere Generation plus Kaffee und Kuchen, stets am ersten Mittwoch im Monat, zum kleinen Preis.

Corona hat auch das KaffeeKino pausieren lassen, aber Kinobetreiber Alfred Speiser hat ein kreatives Corona-Konzept vorgelegt, mit dem die Reihe wieder gestartet werden konnte. Das Konzept sieht vor, dass ein Film zeitversetzt in allen drei Kinos des „Modernen Theater“ gezeigt wird, jeweils im 14 Uhr, um 14.45 Uhr und um 15.30 Uhr. Dadurch werden Schlangen an der Kinokasse vermieden, zumal die Kinogäste pro Saal begrenzt sind: 45 Plätze sind in Kino eins belegbar, 27 in Kino zwei und 25 in Kino drei. Kartenreservierungen im Vorfeld sind erwünscht. Es gibt kein Büffet, der Kaffee wird eingeschenkt, den Kuchen gibt es auf die Hand. Auch der Freibereich wird geöffnet.

„Das Konzept hat uns überzeugt“, bestätigte jetzt Amtsleiter Claus Hofmann, der bei der Matinee am Sonntag schon mal die Werbetrommel rührte für das fünfjährige Bestehen der Reihe, die am Mittwoch 4. November Jubiläum feiert. An diesem Nachmittag präsentieren die KaffeeKino-Macher dann zum tatsächlich fünfjährigen Bestehen der Kinoreihe den Film, der in dieser ganzen Zeit am häufigsten gesehen worden ist: Das ist Hape Kerkelings Biografie „Der Junge muss an die frische Luft“ – der Streifen ist längst Kult geworden. Es wird empfohlen, die Tickets zuvor zu reservieren.

Am Mittwoch, 2. Dezember schließt das Corona-Halbjahr dann mit dem Wohlfühldrama „Wunder“.