Ein schwerverletzter bei Kleinbrand in Gemeinschaftsunterkunft

[RM] Einen regelrechten Einsatzmarathon legte die Freiwillige Feuerwehr Weinheim Abteilung Stadt am Samstagnachmittag bis zum Abend hin. Mehrere Einsätze forderten die ehrenamtlichen Kräfte. Zudem musste der Fackelzug der Corpsstudenten von der Wachenburg zum Marktplatz begleitet und der Brandschutz sichergestellt werden.

 

Hund in Fahrzeug eingeschlossen

Gegen 15 Uhr meldeten mehrere Anrufer einen im Fahrzeug eingeschlossenen Hund am Berliner Platz. Die Feuerwehr rückte darauf zum Multzentrum aus. Vor Ort stellte sich heraus, dass der Hund bei leicht geöffneten Fenster im Fahrzeug wartet. Da der Fahrzeughalter ebenfalls zum Fahrzeug kam, musste das Tier nicht mehr befreit werden. Dieser zeigte wenig Einsicht für sein Verhalten. Daher musste die Feuerwehr ihn darauf aufmerksam machen, dass die Gefahr für Tiere in geparkten Autos oft unterschätzt wird. Schon in kurzer Zeit kann sich ein Auto auf sehr hohe Temperaturen erhitzen. Dies fängt schon bei Außentemperaturen ab 20°C an. Innerhalb von 5 Minuten steigt die Temperatur im Wagen bereits auf 24°C, nach 10 Minuten auf 27°C, nach 30 Minuten auf 36°C und nach 1 Stunde auf bis zu 50°C. Selbst ein oder mehrere geöffnete Fenster oder das Abstellen des Fahrzeugs im Schatten reichen nicht aus, um diese Überhitzung zu vermeiden. Daher handelten die Meldenden auch richtig, die Rettungskräfte zu alarmieren, da selbst der kurze Supermarkteinkauf zur Gefahr für den wartenden Hund werden kann.

 

Fahrradsturz in Sulzbach

Zu einem Fahrradsturz mussten die Feuerwehrsanitäter der Abteilung Stadt gegen 18 Uhr nach Sulzbach West ausrücken. In der Unterführung unter der Kreisverbindungsstraße und unter der Bahnlinie zwischen Sulzbach und Sulzbach West war eine Radfahrerin verunglückt und verletzte sich. Ersthelfer versorgten und betreuten die Frau. Die Helfer vor Ort Einheit der Weinheimer Feuerwehr übernahm die medizinische Erstversorgung des Patienten und bereitet die Landung des Rettungshubschraubers Christoph 53 vor. Gemeinsam mit dem Notarztteam des Rettungshubschraubers wurde die Patientin weiter behandelt und dann mit einer Trage zum Rettungshubschrauber gebracht. Diese brachte die Frau zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus.

 

Rauchende Bahnschwelle

Zu einem Flächenbrand wurde die Abteilung Stadt um 19:30 Uhr an den Weinheimer Bahnhof alarmiert. Unterstützt wurden die Wehr von der Abteilung Ritschweier, die mit einem Tanklöschfahrzeug bereits für den Fackelzug in Breitstellung stand. Am Gleis 9 3/4 kam es durch eine weggeworfene Zigarette zu einem Brand an einer Eisenbahnschwelle. Mit einem Kleinlöschgerät wurde der Brand abgelöscht und die Einsatzstelle an die Polizei übergeben.

 

Schwere Brandverletzung in der Gemeinschaftsunterkunft

Parallel zu diesem Einsatz wurde die Abteilung Stadt zu einem Feueralarm in der Gemeinschaftsunterkunft Freiburger Straße gerufen. Es stellte sich heraus, dass es in der Küche zu einem Entstehungsbrand kam. Ein Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes zog sich bei Löschversuchen schwerste Verbrennungen zu. Die Feuerwehr kontrollierte die Brandstelle mit der Wärmebildkamera. Der Angriffstrupp brachte den Verletzten zur Versorgung zum Rettungswagen. Nach der Erstversorgung und Behandlung durch den Notarzt wurde der Patient zur weiteren Behandlung in eine Spezialklinik gebracht. Nach der abschließenden Kontrolle der Einsatzstelle durch die Feuerwehr und der Rückstellung der Brandmeldeanlage konnte die Einsatzstelle der Polizei für die Brandursachenermittlung übergeben werden.

 

Dunkler Rauchsäule hinter dem Weinheimer Krankenhaus

Während die ersten Fahrzeuge der Weinheimer Wehr von der Einsatzstelle an der Freiburger Straße abrückten, folgte schon der nächste Alarm. Diesmal sorgte eine schwarze Rauchsäule hinter der GRN Klinik für Aufsehen und ließ auf einen Gartenhüttenbrand schließen. Bei Ankunft der Feuerwehr stellte sich heraus, dass frisch gemähtes Grass und darunter Müll sowie Unrat auf einem Gartengrundstück an zwei Feuerstellen angesteckt wurden. Während die Feuerwehr den Müll löschte, nahm die Polizei die Ermittlungen auf und belehrte den Grundstückseigentümer.

 

Fackelzug der Weinheimer Corpsstudenten

Traditionell sicherte die Abteilung Stadt auch in diesem Jahr wieder gemeinsam mit Unterstützung des Tanklöschfahrzeugs der Abteilung Ritschweier den Fackelzug. Neben der Feuerwehr war auch der Ortsverein des Deutschen Roten Kreuz und die Polizei Weinheim im Einsatz. Auch dieses Jahr blieb es ruhig und die Feuerwehr musste nur bei Kleinigkeiten tätig werden. Die abgebrannten Fackeln wurden aufgesammelt und in vorbereiteten Wasserbehältern gelöscht. Zwei kleine Entstehungsbrände einer Hecke und eines Gullys wurden gelöscht. Bei einem medizinischen Notfall mussten die Einsatzkräfte das DRK bei einer Tragehilfe unterstützen. Außerdem wurde der Zugverlauf gesichert und der Brandschutz auf dem Marktplatz sichergestellt. Auch dieses Jahr hatten die ausrichtende Verbindung wieder alles gut organisiert und geordnet, was auch wieder dazu beigetragen hat, dass es zu keinen größeren Störungen und Zwischenfällen kam. Um Mitternacht konnte die Freiwillige Feuerwehr auch diesen Einsatz beenden.

 

Fackelreste brennen in der Dürrestraße

Am Sonntagmorgen gegen 5 Uhr wurde die Abteilung Stadt in die Dürrestraße gerufen. Unbekannte hatten hier mehrere Fackelreste abgelegt und angesteckt. Mit dem Schnellangriff wurde der Kleinbrand schnell gelöscht.

Foto: / Text: Ralf Mittelbach