Abrissarbeiten im Vorfeld des Schulhaus-Neubaus haben begonnen – Öltanks ausgegraben

Weinheim. Der Neubau des neuen Weststadt-Schulzentrums wird in den nächsten Jahren Weinheims größte Bauinvestition sein. Am Standort neben und hinter dem Rolf-Engelbrecht-Haus sollen die Albert-Schweitzer-Schule und die Johann-Sebastian-Bach-Schule einziehen; das Schulzentrum soll eine Drei-Feld-Sporthalle bekommen, die den Vereinen in der ganzen Stadt zur Verfügung stehen soll.

Erste Vorzeichen auf den Bau kann man schon seit den letzten Tagen des Jahres 2018 erkennen.

Denn während das Rolf-Engelbrecht-Haus erhalten bleibt, werden die westlich angebauten Gebäudeteile (Hort und Privatwohnungen) dem Neubau weichen. Die Abrissarbeiten haben noch im alten Jahr begonnen. Spektakulär war dabei die Bergung von zwei 40 000-Liter-Tanks, die unter dem Parkplatz an der Breslauer Straße eingebaut waren. Bis in die 80er-Jahre hinein, so hat Architekt Thomas Baier vom Amt für Immobilienwirtschaft herausgefunden, wurde das in den 50er-Jahren errichtete Gebäude mit Öl beheizt; aus dieser Zeit stammen die Tanks. Dann erfolgte die Umstellung auf Gas. Die tonnenschweren Metallbehälter ließ man damals aber im Boden. Jetzt wurden sie freigegraben und mit einem Lastenkran aus ihrem unterirdischen Aufbewahrungsort herausgehoben. Ein regelrechter Krater erinnert jetzt an die Tanks.

Mit der Bergung war eine Fachfirma beschäftigt, die auch gleich untersuchte, ob die Tanks – etwa wegen eines Lecks – für Schadstoffbelastungen im Erdreich gesorgt haben. Die letzten Ergebnisse von Bodenproben stehen noch aus, fürs Erste habe es keine negativen Auffälligkeiten gegeben, so Thomas Baier.

Im neuen Jahr gehen die Abrissarbeiten weiter, so dass man zunächst einen ganz neuen Blick auf das Rolf-Engelbrecht-Haus bekommen kann.