Den Überwälder-Frauen gehen die Themen nicht aus, so das Fazit aus dem letzten Treffen im Oktober. Beteiligung an Gemeindethemen mit Ideen und Anliegen wie sie in einer lebendigen Gemeinde sein soll, stellt die Frauenrunde regelmäßig unter Beweis!

Vieles kam zur Sprache, unter anderem wurde der Mangel an öffentlichen Toiletten angemahnt. Gerade die Toilette in der Heinrich-Schlerf-Anlage sollte für die Bürgerinnen und Bürger täglich zugänglich sein. Hier gilt es zu erfragen, wie diese zukünftig organisatorisch gewährleistet werden kann. Gerade Familien mit Kindern, die im Park den Spielplatz aufsuchen, wären für diese Verbesserung dankbar.

Iris Klein sprach unter anderem auch die Suche nach einem Lagerraum für die kurzfristige Lagerung von Möbeln an. Es werden immer mal wieder Möbel für die Flüchtlingshilfe gespendet, die dann bis zur Weiterverwendung zwischengelagert werden müssen. Bisher stünde keine adäquate Räumlichkeit zur Verfügung, hier wäre Unterstützung seitens der Gemeinde oder auch von privater Seite von Nöten.

Des Weiteren wurde diskutiert, dass an bestimmten Punkten der Gemeinde eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h sinnvoll wäre, um die Gemeinde sicher und Lebenswerter zu gestalten. Betrachtet man das Verkehrsaufkommen, gerade zu Stoßzeiten, in der Ludwigstraße, so sei es längst an der Zeit hier über verkehrsberuhigende Maßnahmen nachzudenken, so die Frauen einhellig. 

Als zentraler Tagesordnungspunkt kam das Thema der Wiederkehrenden Straßenbeiträge auf den Tisch. Die Damen zeigten ein deutliches Interesse an der Idee, die horrenden Einmalzahlungen die Hauseigentümer bei der Sanierung ihrer Straße leisten müssen, zur Geschichte werden zu lassen. Die Straßen werden von der Allgemeinheit genutzt, es sei widersinnig und im Grunde unlogisch Bürgerinnen und Bürger für das Stück Straße vor ihrer Haustür finanziell bluten zu lassen. Rund 40 % der Gemeinden und Städte in Rheinland-Pfalz wenden dieses System mit steigender Tendenz an. In Hessen seien es 10 % der Kommunen die WKB bisher eingeführt hätten, Tendenz steigend. Auch im Kreis Bergstraße, wie z. B. in Einhausen und Bürstadt, seien die WKB verstärkt Thema. Unlängst wurde in Viernheim hierzu eine Satzung verabschiedet. Biblis war die erste Kommune in Hessen, wo WKB erfolgreich eingeführt wurden. Keine der Kommunen seien bisher nach der Umstellung auf WKB zur Einmalzahlung zurückgekehrt und auch für Kommunen in der Größenordnung von Wald-Michelbach wäre kein zusätzliches Personal in der Verwaltung erforderlich. Anlieger, die bereits einen Einmalbeitrag in den vergangenen Jahren bezahlt haben, werden für einen längeren Zeitraum von den WKB befreit. Hierzu findet am 6. November wiederholt eine Veranstaltung mit dem Referenten Norbert Leistner von der Akademie für Kommunalpolitik Hessen statt, der mit der Situation in Wald-Michelbach aufgrund eines Vortrags im Rahmen der Bürgermeisterwahl vertraut ist.

Christiane Hennrich empfiehlt jedem, der Detaillierteres zu der genauen Berechnungsgrundlage der Beiträge erfahren möchte, an dem Termin teilzunehmen. Nächstes Treffen findet voraussichtlich am 17. November statt.