Mit ihren für diese Woche angekündigten Streiks will die Gewerkschaft ver.di für die Busfahrer/innen in Südhessen eine Lohnerhöhung von jetzt 12,00 auf 13,50 Euro durchsetzen. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) im Kreis Bergstraße bezieht Stellung zum Arbeitskampf der Busfahrer/innen.
Dass Streiks immer zum falschen Zeitpunkt kommen und die falschen Leute treffen ist eine Binsenwahrheit. So auch beim jetzigen Streik der Busfahrer/innen in den letzten Tagen in Südhessen. Mit ihrem Streik treffen die Busfahrer/innen Schulkinder und deren Eltern, und das in einer sehr unfreundlichen Jahreszeit. Wenn aber, wie auch jetzt die Gewerkschaft ver.di seit Monaten ergebnislos mit den Busunternehmen verhandelt und von Seiten der Arbeitgeber kein verhandelbares Angebot vorgelegt wird - was außer einem Streik bleibt den Kolleginnen und Kollegen übrig um ihre Forderungen durchzusetzen?", macht der DGB Bergstraße deutlich.

Zudem hat die Gewerkschaft ver.di schon frühzeitig auf den Streik ab Schulbeginn im neuen Jahr hingewiesen. Aus Sicht des Gewerkschaftsbundes ist der Streik zur Durchsetzung dieser Lohnerhöhung mehr als gerechtfertigt. Selbst ein Stundenlohn von 13,50, wie von ver.di für die Fahrer/innen gefordert, entspricht einem Gehalt das geringfügig über der Niedriglohnschwelle liegt. Berücksichtigt man, dass Busfahrer/innen während ihres Dienstes sowohl Verantwortung für die Insassen als auch vielfältigen Belastungen des Straßenverkehrs ausgesetzt sind, müssen die Löhne deutlich erhöht werden. DGB- Kreis-Vorsitzender Beiwinkel: "Die tatsächlichen Belastungen, die im Arbeitsalltag an die Busfahrer gestellt werden, entsprechen nicht der Lohnhöhe. So gesehen sind die Lohnforderungen und die Forderung nach Erhöhung des Urlaubsanpruchs mehr als gerechtfertigt."

Der DGB bittet die betroffenen Fahrgäste um Verständnis.. Es liegt - jedenfalls aus Sicht der Gewerkschafter/innen- an den Arbeitgebern den Busfahrer/innen endlich angemessene Löhne zu bezahlen.