Kreis Bergstraße beschließt Kooperation für die Umsetzung einer elektronischen medizinischen Datenerfassung am Einsatzort

Kreis Bergstraße (kb). Der Rettungsdienst entwickelt sich ständig weiter und greift technische Neuerungen auf. Aktuell steht die Einsatzdokumentation bei den rettungsdienstlichen Einsätzen im Fokus.
Diese soll zukünftig nicht mehr über ein handschriftliches Notfallprotokoll sondern elektronisch erfasst werden.
„Am Einsatzort zählt jede Minute für den Patienten. Die medizinische elektronische Dokumentation sorgt für eine Verbesserung der Einsatzdokumentation, vereinfacht die Patientenzuweisung an das Krankenhaus und meldet den Patienten durch den Vorabversand noch vor dem Eintreffen des Rettungswagens an. Im digitalen Notfallprotokoll können neben den Daten auch medizinische Werte wie EKG-Bilder oder Messwerte vom Einsatzort schon an das Krankenhaus gesendet werden. Ein weiterer positiver Aspekt ist, dass die Daten nur in vollständiger Form weitergeben werden. In Zukunft könne dadurch Fehlerquellen und unvollständige Patientendaten vermieden werden“, erläutert Landrat Christian Engelhardt.

Der Kreisausschuss hat auf Anregung des Landrats den Beschluss gefasst, am Projekt medizinische Datenerfassung teilzunehmen. Im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit mit der Stadt Darmstadt und den Kreisen Darmstadt-Dieburg sowie Groß-Gerau verfolgt der Kreis Bergstraße das Ziel, die Erfassung der Patientendaten zu Digitalisieren.

Eine Arbeitsgruppe der Rettungsdienstträger, aus den Rettungsdienstbereichen Bergstraße, Darmstadt, Darmstadt-Dieburg und Groß-Gerau, arbeitet seit 2015 an der Einführung einer elektronischen Dokumentation im Rettungsdienst – die medizinische Datenerfassung. Das Papiernotfallprotokoll wird damit durch die elektronische medizinische Erfassung der Patientendaten abgelöst. Die Akteure haben sich bereits mit der bereichsübergreifenden Dispositionen der Rettungsmittel und der Anpassung der Handlungsvorgaben für die medizinischen Versorgungsmaßnahmen durch das nicht-ärztliche Personal befasst.

Durch die Umsetzung des gemeinsamen Projektes können Redundanzen eliminiert und erhebliche Kostenersparnisse herausgearbeitet werden, zum Beispiel durch die Nutzung von gemeinsamen Servern und Geräten.

Nach dem Beschluss folgen die Unterzeichnung des Kooperationsvertrages und die Ausschreibung des Gemeinschaftsprojektes durch die Vergabestelle des Landkreises Darmstadt-Dieburg.