HEPPENHEIM. Zu einem Austausch trafen sich am vergangenen Dienstag der Heppenheimer Bürgermeister Rainer Burelbach (CDU) und der Vorsitzende und Landtagskandidat der SPD Bergstraße Marius Schmidt.

Im einstündigen Gespräch informierte sich Schmidt aus erster Hand über aktuelle Heppenheimer Projekte wie die Sanierung das Kaufhauses Mainzer in der Innenstadt oder den anstehenden Neubau der Nibelungenhalle.

Burelbach machte deutlich, dass viele kommunale Projekte ohne die Förderprogramme von Land, Bund oder EU nicht umsetzbar wären. Gleichzeitig nähme die Zahl der Programme stetig zu und es erfordere immer mehr Verwaltungsaufwand, sich durch die zahlreichen Formulare und Vorschriften zu arbeiten. Daher spricht sich Burelbach dafür aus, den Kommunen die Gelder auf direktem Weg zukommen zu lassen.

Schmidt pflichtete ihm bei und sprach sich bei der Förderung der Kommune für „einen auskömmlichen Finanzausgleich aus, der es den Kommunen ermöglicht, ihre Aufgaben zu erledigen und politisch geplante Projekte zu verwirklichen ohne auf Förderprogramme zwingend angewiesen zu ein.“

Burelbach betonte auch die Bedeutung des Themas Wohnen: „Wir haben eine große Nachfrage, weshalb aktuelle Projekte wie die Bebauung des ehemaligen Geländes der Psychiatrie angegangen werden. Auch die Entwicklung eines großen Projektes mit einem Anteil an Sozialwohnungen ist in Vorbereitung. Leider gibt es auch hier mittlerweile zu viele Vorschriften und langwierige Verfahren.“ Schmidt betonte, dass „die Wohnraumfrage nur mit einem guten Zusammenspiel von Kommunen, Kreis und Land zu beantworten ist. Wir müssen im Kreis über das nächste Jahrzehnt in jedem Jahr 1300 neue Wohneinheiten in allen Preissegmenten schaffen. Das geht nur mit unbürokratischer Unterstützung für Bauträger und Kommunen.“