Lindenfels. Nach wie vor habe die Schließung des Luisen Krankenhauses eine große Lücke in Lindenfels und der Region hinterlassen. Auch emotional gehe vielen Menschen in der Burgstadt der Verlust des Hauses noch nach. „Das wird auch deutlich durch die vielen Reaktionen, die ich auf die presseöffentliche Anregung von Herrn Udo Pfeil zur Reaktivierung erhalten habe. Und die Idee hat - trotz aller Probleme in der Umsetzung - sicher Charme“, kommentiert Bürgermeister Michael Helbig die entsprechende Pressemitteilung. Die „Luise“ sei nach wie vor im kollektiven Gedächtnis der Menschen in wehmütiger Erinnerung. Die Coronakrise wäre dann für Lindenfels eine Chance, wenngleich das Gebäude seit über drei Jahren leer stehe.

„Die Stadt Lindenfels ist seit Anfang vergangener Woche mit den Eigentümern in Kontakt. Das Haus wurde uns als Notkrankenhaus angeboten. Ich habe umgehend Herrn Landrat Engelhardt und Frau Erste Kreisbeigeordnete Stolz informiert, sowie meine Kontakte in das Sozialministerium“, erläutert Helbig sein Vorgehen.

Mittlerweile sei klar, dass das Land Hessen die Federführung für mögliche Notkrankenhäuser übernommen habe, so die Informationen aus dem Landratsamt. „Wird es nötig, so wird das Land Hessen alle notwendigen Maßnahmen ergreifen“, gibt sich der Lindenfelser Bürgermeister zuversichtlich.