Vom Ruhestand ins Ehrenamt

„Mit der Einführung des ersten Computers begannen Sie Ihre Karriere in der Organisationsabteilung, 30 Jahre später haben Sie die Sparkasse Starkenburg zu einer digital hochtechnisierten Bank gemacht", zollte Jürgen Schüdde, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Starkenburg, seinem langjährigen Mitarbeiter Harald Steinert bei dessen Verabschiedungsfeier große Anerkennung. Nach 47 erfolgreichen und überaus engagierten Dienstjahren wechselt der Bereichsdirektor der Organisationsabteilung und des Back-Office in den wohlverdienten Ruhestand. Als Vorstandsmitglied der Sparkassenstiftung Starkenburg, Mitwirkender im Geldmuseum und Teamplayer bei der Tennisbetriebssportgruppe bleibt Harald Steinert der Sparkassenfamilie weiterhin erhalten. In seine Fußstapfen an der Spitze der Organisationsabteilung tritt der neu ernannte Bereichsdirektor Thomas Steffen.

 

Ein Mann der Praxis

Rückblickend erlebte Harald Steinert, der 1972 seine Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Sparkasse absolvierte und über drei Jahrzehnte in der Organisationsabteilung arbeitete, viele bedeutsame Entwicklungsphasen. „Wir bewältigen enorme technische Meilensteine, wie beispielsweise die Jahrtausendwende oder die Euroumstellung“, erinnert sich Harald Steinert an seine ganz persönlichen beruflichen Highlights. Nachdem er im Jahr 2001 zum Abteilungsleiter ernannt wurde, gehörte er über viele Jahre hinweg zum engen Führungskreis des Hauses und galt dort als Mann der Praxis. „Sie haben Prozesse und Erscheinungsbild erfolgreich geprägt und waren stets ein zuverlässiger Partner und Ratgeber des Vorstandes sowie ein hervorragender Vorgesetzter“, honorierte der Vorstandsvorsitzende die hohe Kompetenz und Arbeitsbereitschaft seines Mitarbeiters, der zuletzt für über 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verantwortlich war. Auch bei großen Baumaßnahmen des Kreditinstitutes galt er als erster Ansprechpartner der Chefetage, wie beispielsweise dem Neubau der Hauptstelle in Heppenheim.

Ansprechpartner und Stimme der Belegschaft

Doch nicht nur in Vorstandsaufgaben engagierte sich der sportbegeisterte Odenwälder, auch für Anliegen der Belegschaft hatte Harald Steinert ein offenes Ohr und sensible Antennen. 31 Jahre vertrat er die Mitarbeiter im Verwaltungsrat der Sparkasse, auch als Personalratsvorsitzender leistete Harald Steinert von 1988 bis 2001 Großes. „Sie schauten weder ausschließlich durch die Gewerkschaftsbrille, noch durch die Brille des Arbeitgebers: Sie trugen bei alle Ihren Handlungen eine Gleitsichtbrille und wägten stets zwischen berechtigten Interessen der beiden Parteien ab“, lobte Jürgen Schüdde seine vorbildliche Arbeit in einem nicht allzu leichten Amt. Den Vorsitz gab Steinert im Jahr 2001 an Bruno Klemm ab, seinen umfangreichen Erfahrungsschatz brachte er in den Folgejahren als Personalratsmitglied weiter ein. „Für uns war Harald Steinert immer ein toller Chef und fest verankert im Sparkassenleben, sowohl im fachlichen Sinne als auch in Betriebssportgruppen, Ausflügen und personellen Angelegenheiten“, blickt Mitarbeiterin Heike Kamuff auf die schöne Zeit mit ihrem sympathischen Chef zurück.

Mit seiner Frau Ursula und seinen beiden erwachsenen Kindern macht es sich der Neupensionär nun auf der von der Belegschaft geschenkten Gartenbank gemütlich. „Für mich fühlt es sich aktuell noch wie Urlaub an“, schmunzelt Harald Steinert, der mit seiner Frau bereits eine Liste geschrieben hat, welche Städte und Länder sie nun entdecken wollen. Denn auch das Reisen war schon immer eine große gemeinsame Leidenschaft des Ehepaares, jetzt haben sie Zeit dazu.

Bildunterschrift: 47 Jahre Engagement für die Sparkasse Starkenburg zeigte Bereichsdirektor Harald Steinert (Bildmitte mit Ehefrau Ursula Steinert), der von Vorstandsvorsitzendem Jürgen Schüdde, Personalratsvorsitzendem Bruno Klemm, Vorstandsmitglied Manfred Rheiner und Nachfolger Thomas Steffen in den Ruhestand verabschiedet wurde (v.l.). Foto Sparkasse