Geschlossene Gesellschaft? Wir sind gerne für euch da!

Bürstadt.04.2020. Sie kennen das alle: Die aktuelle Krisensituation stellt uns vor schwierige Aufgaben. Verunsicherung, fehlende Sicherheit, ungewisse Zukunft und per-sönliche Einschränkungen im Alltag stellen uns vor neue, für manche Menschen auch vor sehr schwierige Herausforderungen.

Mit Alkohol und Drogen in die Krise?
Die Kontaktsperre zu vertrauten Menschen kann von vielen als tiefgreifender Einschnitt in das Leben wahrgenommen werden und der Verlust von sozialen Kontakten kann zu Verunsicherungen führen. Folgen können das Gefühl von Hilflosigkeit und Einsamkeit sein, bis hin zu depressiver Stimmung. Gerade für diejenigen die alleine leben oder nicht die Möglichkeiten haben arbeiten zu gehen, kann sich hier eine sehr schwierige Situa-tion entwickeln.
Dabei wird es auch vorkommen, dass Menschen Trost und Erleichterung im Konsum su-chen - beispielsweise im übermäßigen Genuss von Alkohol oder anderen Substanzen - um negative Gefühle wie Angst, Kummer und Sorgen für einen kurzen Moment zu ver-gessen und abzuschalten oder um die ungewohnte, unvertraute Situation auszuhalten.

Im Kontrast dazu rücken viele Familien näher zusammen! Für einige entsteht dabei auch ein beengendes Gefühl, welches im Familienverbund oder in einer Partnerschaft oft schwer auszuhalten ist. Dazu kommen die vielen Anforderungen, wie die Sicherung der schulischen Begleitung, die jetzt in der Verantwortung der Eltern liegt. Dies sind große Herausforderungen für viele Familien. Dazu kommen auch für viele die Befürchtungen um die berufliche Existenz und finanzielle Situation.

Wohin, wenn der Druck im Kessel steigt?
Dieser Zustand ist schwer auszuhalten und kann viele Emotionen wie Angst, Verzweiflung, aber auch Wut und Zorn auslösen. Zurzeit ist es schwierig, gewohnte Ventile zum Ausgleich zu finden. Vereine, Gaststätten und andere Rückzugsbereiche in der Öffentlichkeit sind geschlossen. Neue Möglichkeiten müssen sich erst noch entwickeln. Die Vermutung, dass sich diese Emotionen vor allem in den Familien entladen liegt nahe. Dies birgt für die ganze Familie Gefahren, besonders für die Kinder und Partner*innen. Der Konsum von Alkohol und anderen Substanzen kann auch in diesen Situationen die Eskalation von Gewalt verstärken.

Glücksspiel momentan kein Thema?
Für Menschen mit riskantem oder problematischem Glücksspielverhalten und deren Angehörige ist die aktuelle Lage eine zusätzliche Herausforderung, da neben Gastronomiebetrieben auch die Spielhallen und Wettbüros geschlossen sind. Menschen, die bisher Automatenspiel als Ventil sahen, oder in Wettbüros gingen, können jetzt die Zeit gut als Chance nutzen auszusteigen. PRISMA unterstützt durch seine Fachberatung gerne bei diesem Wunsch! Anbietende von Online-Casino nutzen die aktuelle Lage und machen verstärkt Werbung. Die Angebote sind verlockend. Der Wunsch, seine freie Zeit mit Geldspiel so unterhaltsam wie möglich zu verbringen oder die Sehnsucht nach dem großen Gewinn, endet in der Regel fatal! Der Drang zum Spielen wird immer größer, verspielte Zeit und immer höhere
Geldeinsätze sind die Folge. Für Spielende ist es nur noch wichtig, dem verlorenen Geld hinterherzujagen. Am Ende steht immer ein großer Berg Schulden und die Frage, wie es so weit kommen konnte. Das Risiko von Online-Glücksspiel wird oft unterschätzt und professionelle Hilfe erst sehr spät oder gar nicht in Anspruch genommen.

Wir sind in schwierigen Zeiten da!
Die AWO Jugend- und Suchtberatung PRISMA steht allen Bürger*innen auch in diesen Krisenzeiten zur Seite. PRISMA bietet auch sichere Onlineberatung an und damit die Möglichkeit, Menschen in ihrem gewohnten Umfeld zu beraten und zu unterstützen. Das Angebot ist kostenfrei und gilt auch für Angehörige und Jugendliche. Unsere Gespräche sind grundsätzlich vertraulich und wir unterliegen der gesetzlichen Schweigepflicht.

Kontakt:
AWO Jugend- und Suchtberatung PRISMA
Wormser Straße 19
68623 Lampertheim
Telefon: 06206/54800
E-Mail: lampertheim@suchtberatung-prisma.de

AWO Jugend- und Suchtberatung PRISMA
Zeller Straße 3
Telefon: 06251/64565
E-Mail: bensheim@suchtberatung-prisma.de

AWO Jugend- und Suchtberatung PRISMA
Wasserstraße 7
68519 Viernheim
Anmeldung über PRISMA Lampertheim

AWO Bergstraße

Der AWO Kreisverband Bergstraße e.V. umfasst insgesamt 12 Ortsverbände im Landkreis Bergstraße (Bergstraße, Ried und vorderer Odenwald) und unterhält mit der Tochtergesellschaft AWO Bergstraße Soziale Dienste gGmbH Beratungsstellen für Menschen mit Schulden sowie in Suchtproblematiken, einen ambulanten Pflegedienst, verschiedene Betreuungsdienste mit Einzel- und Gruppenbetreuungen und führt Maßnahmen der Inklusion und der Kinder- und Jugendhilfe durch. Zudem betreibt er unter seinem Dach eine Kindertagesstätte. Mit diesen Aufgaben sind über 140 haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende betraut, die im Rahmen des gesellschaftlichen Gedankens eines Wohlfahrtsverbandes ihr soziales Engagement verantwortungsbewusst leben.

AWO Jugend- und Suchtberatung PRISMA
Die AWO Jugend- und Suchtberatung PRISMA bietet seit 1985 an den Standorten Lampertheim, Bensheim und Viernheim verschiedene Leistungen der Suchthilfe an. Dazu gehören unterschiedliche Ansätze der Beratung von Betroffenen und Angehörigen, Nachsorge im Anschluss an Rehabilitationsmaßnahmen, Ambulant Betreutes Wohnen, Maßnahmen der Suchtprävention, Streetworkarbeit sowie weitere zielgruppenspezifische Leistungen beispielsweise der Medien- oder Glücksspielsucht.

Bildunterschrift: Das Team der AWO Jugend- und Suchtberatung PRISMA ist trotz Corona gern für Sie da!