Die Ahmadiyya Gemeinde in Lampertheim lud am Mittwoch dem 28.11. zu ihrer Informationsveranstaltung unter dem Motto „Islam und Rechtspopulismus“ ein und rief im gleichen Zuge zum Dialog auf. Der Ortssprecher der AfD in Lampertheim, Oliver Schick, der an diesem Tag vor Ort war, bemängelt die Art der Dialogführung seitens der Ahmadiyya Gemeinde. Laut Schick warf der Vortragende der Ahmadiyya, der AfD Extremismus vor und beschuldigte diese, ihre Kritik am Islam in der böswilligen Absicht zu führen, Vorurteile gegen Muslime zu vermehren und Islamophobie in der Gesellschaft zu verbreiten. „Natürlich sind diese Anschuldigungen haltlos und der Vortragende der Ahmadiyya konnte diese Absicht seitens der AfD nicht belegen“, so Schick. „Der AfD ohne ordentliche Begründung, böswillige Absichten zu unterstellen bereichert nicht den Dialog, sondern erschwert diesen“.

Die Ahmadiyya Gemeinde, die sich selbst als Vertreter eines „wahren Islams“ sehen, lehnen laut eigener Aussage, unter Anderem die Todesstrafe für Apostasie, also dem Abtritt vom islamischen Glauben, ab und sehen daher im Buch „Der Islam: Fakten und Argumente“, das kostenlos auf der Website der AfD Thüringen zum Download bereitgestellt wird, einen fehlerhaften Vorwurf. „Auch wenn die Ahmadiyya gegen die Todesstrafe für Apostasie sind“, wendet Schick ein, „so ist diese in einigen muslimischen Ländern immer noch vorhanden und
dort wo sie es nicht ist, sind oft Gefängnisstrafen, Enteignungen, Entzug der Staatsbürgerschaft oder ernsthafte soziale Konsequenzen, wie den Verlust des Arbeitsplatzes zu erwarten. Auch in Europa müssen Apostaten vom Islam mit Morddrohungen und sozialer Ächtung rechnen“.

Daher sieht Schick auch beim Thüringer AfD-Landesverband keine böswillige Absicht, den Islam zu entstellen. „Die AfD versucht mit
ihrer Kritik am Islam, die Probleme anzusprechen, die mit einer islamischen Glaubenspraxis, die unsere freiheitlich demokratische Grundordnung ablehnt, einhergeht, doch leider behindern die immer wiederkehrenden pauschalen Unterstellungen der AfD als extremistisch oder islamophob den Diskurs in diese Richtung“, bedauert Schick.