Feuerwehrarbeit über den eigenen Ort hinaus

Kreis Bergstraße (kb). Die Feuerwehren im Kreis Bergstraße kümmern sich nicht nur um den Brandschutz vor Ort, sondern auch stellen auch Einsatzfahrzeuge und Kompetenzen für andere Kommunen bereit. Bereits 2014 hat die Bergsträßer Kreisverwaltung mit den Kommunen Bensheim, Biblis, Bürstadt, Heppenheim, Hirschhorn, Lampertheim, Lindenfels, Lorsch, Mörlenbach, Rimbach, Viernheim und Wald-Michelbach öffentlich-rechtliche Vereinbarungen zur Übernahme überörtliche Aufgaben im Brandschutz geschlossen. Im Rahmen dieser Vereinbarungen stellen die Feuerwehren zum Beispiel spezielle Fahrzeuge kreisweit zur Verfügung oder übernehmen Sonderaufgaben wie die Ausbildung von Feuerwehr-Nachwuchskräften bei Lehrgängen. Hierfür zahlt der Kreis eine jährliche Pauschale an die entsprechenden Kommunen. 2020 betrug diese insgesamt 170.670 Euro.

Vor Kurzem besuchte Landrat Christian Engelhardt die Feuerwehr in Viernheim, um ihr den Zuwendungsbescheid für die Erfüllung von überörtlichen Aufgaben im Brandschutz zu überreichen. In der heutigen Zeit gingen die Aufgaben der Feuerwehr oftmals über das Löschen von Bränden hinaus. Wenn Menschen aus verunglückten Autos gerettet werden müssen oder ein Behälter mit giftigen Stoffen ein Leck hat, ist die Feuerwehr als erstes da. Für all diese unterschiedlichen Aufgaben bräuchten die Feuerwehren jedoch spezielle Einsatzfahrzeuge und Kompetenzen. „Ich bin sehr dankbar dafür, dass wir im Kreis so toll ausgebildete Feuerwehrmänner und -frauen haben, die uns Bürgerinnen und Bürgern in Notsituationen helfen. Ich freue mich sehr darüber, dass die einzelnen Feuerwehren unterschiedlichste Kompetenzen haben und diese mit den anderen Kommunen teilen. Sie helfen einander und können sich so auf unterschiedliche Schwerpunkte spezialisieren, um den Bergsträßerinnen und Bergsträßern bestmöglich helfen zu können“, betonte Landrat Engelhardt. Bei seinem Besuch in Viernheim nahm der Bergsträßer Verwaltungschef auch den neuen Stolz der Viernheimer Feuerwehr in Augenschein: die brandneue Drehleiter und den neuen Gerätewagen „Logistik und Hygiene“. Für den neuen Einsatzwagen mit Drehleiter hatten die Stadt Viernheim und die örtliche Feuerwehr 800.000 Euro investiert, wovon sie 207.000 Euro vom Land Hessen als Förderung erhalten hatten. Die 140.000 Euro für den neuen Gerätewagen „Logistik und Hygiene“ mussten Stadt und Feuerwehr jedoch alleine tragen. „Toll, dass hier in Viernheim in den Brandschutz investiert wird“, lobte Christian Engelhardt. „Die Einsatzzahlen zeigen, dass dieses Geld sehr gut angelegt ist.“ Im Schnitt müsse die Feuerwehr Viernheim einmal pro Tag ausrücken.

Bildunterschrift Landrat Christian Engelhardt (links) und Bürgermeister Matthias Baaß durften den neuen Stolz der Viernheimer Feuerwehr selbst testen: Sie fuhren die 30 Meter lange Drehleiter hinauf.