Lorsch – Weltkulturerbestadt und Tor zur Bergstraße

Lorsch.jpgMit rund 13.000 Einwohnern ist Lorsch, das Tor zur Bergstraße, die Stadt des Weltkulturerbes, die sechstgrößte Stadt im Kreis Bergstraße. In den zurückliegenden Jahren hat sich die verkehrsgünstig an den Bundesautobahnen A 5 und A 67 sowie an dem Knotenpunkt der Bundesstraßen 47 und 460 gelegene Kleinstadt zu einem Mittelzentrum mit vielfältigen Unternehmen und einem unterschiedlichen Branchenmix entwickelt.
Hervorzuheben sind auch die guten Einkaufsmöglichkeiten, die insbesondere der Einzelhandel bietet. Dadurch ist unter anderem gewährleistet, dass die Lorscher Innenstadt über ein nach wie vor gut pulsierendes Leben verfügt, dass auch zukünftig erhalten bleiben soll. Kurze Wege sowie die Bemühungen von Stadt und Einzelhandel tragen dazu bei, dass ein attraktives Angebot unterbreitet werden kann. Ein besonderer Kundenservice sind die verkaufsoffenen Sonntage des Einzelhandelsverbandes, die nicht nur von der Lorscher Bevölkerung sehr gut angenommen werden, sondern auch viele auswärtige Gäste nach Lorsch einladen. In verstärktem Maße legen die Verantwortlichen auch Wert darauf, dass der Dienstleistungsbereich gut abgedeckt wird.
Die Klosterstadt ist auch über das sehr gut ausgebaute Radwegenetz erreichbar. Durch die ebene Topographie ist es jedem Besucher möglich, die historischen Sehenswürdigkeiten und die Landschaft in und um Lorsch per Fahrrad zu erkunden. Als Besonderheit ist das Naturschutzgebiet „Weschnitzinsel von Lorsch“ hervorzuheben. Es handelt sich hierbei um ein über 200 ha großes zusammenhängendes Wiesengelände, das zum Teil von dem Altmäander der Weschnitz durchzogen wird. Ebenso ist auf diesem Wege auch das Naturschutzzentrum in der Erlache zu erreichen. Auch das Naturschutzgebiet „Tongruben“ befindet sich in unmittelbarer Nähe.
Von dieser interessanten typischen Riedlandschaft aus erschließt sich dem Betrachter sehr eindrucksvoll das Panorama der Bergstraße mit dem 517 m hohen Melibokus als höchste Erhebung des vorderen Odenwaldes, dem Auerbacher Schloss und der Starkenburg, der einstigen Schutzburg des Klosters Lorsch. Lorsch hat nicht nur eine bedeutende geschichtliche Vergangenheit und eine reizvolle Landschaft zu bieten.
Eine maßvolle Erschließung weiterer Flächen sowohl im Wohn- als auch im gewerblichen Bereich, gepaart mit der Schaffung von Ausgleichsflächen, soll auch künftig in einem guten Einklang stehen. Durch die Erschließung des Gewerbegebietes Daubhart erhoffen sich die Verantwortlichen eine Aufwertung des Wirtschaftsstandortes Lorsch. Neben der Stärkung der Finanzkraft sollen Angebote für Ausbildungs- und Arbeitsplätze geschaffen werden.
Die hervorragende Anbindung sowohl an die A 5 als auch an die A 67 dürfte es Investoren leicht machen, den Standort Lorsch zu wählen. Parallel dazu erfolgt auch die Erschließung des Wohngebietes „Tuchbleiche“, wo in guter Lage attraktive Wohnhäuser entstehen.
Die Lorscher werden auch künftig ihre geschichtliche Tradition wahren, aber auch neuen und modernen Ideen aufgeschlossen gegenüber stehen mit dem Ziel, den Bewohnern das Flair und den besonderen Charme einer liebens- und lebenswerten Kleinstadt zwischen den Ballungsräumen Frankfurt und Mannheim zu erhalten.
Die positive Stadtentwicklung dokumentiert sich auch durch eine gehobene Infrastruktur. Hierzu gehören beispielsweise ein breit gefächertes Angebot an Sport- und Freizeiteinrichtungen wie das beheizte Waldschwimmbad, die Reit- und Minigolf-Anlage, das Kegelcenter, die Schießsportanlage, die Tennisfrei- und Hallenplätze, eine Turn- und Judohalle, 2 Fussballstadien, eine Trimm-dich-Strecke, die vom ADAC ausgezeichnete Freizeitanlage und der Vogelschutz- und Lehrpark Birkengarten. Ein Jugendzentrum gehört ebenfalls zur Infrastruktur. Ein Altenpflegeheim mit betreutem Wohnen wird zurzeit errichtet.
Lorsch2.jpgZwischen dem 1715 erbauten Rathaus, dem zum Stadthaus umgebauten ehemaligen Amtsgericht am Kaiser-Wilhelm-Platz und der karolingischen Klosteranlage wurde Lorsch´s Zentrum zu einem reizvollen und verkehrsberuhigtem Treffpunkt mit einer angenehmen Atmosphäre, geschätzt von jungen und alten „Sandhasen“, wie die Lorscher liebevoll genannt werden, und vielen Besuchern aus aller Welt.
Insbesondere der Benediktinerplatz und der Marktplatz mit seinen zahlreichen Fachwerkhäusern in unmittelbarer Nähe der Königshalle und des Alten Rathauses, ist ein beliebter Anziehungspunkt.
Vom Ruhm vergangener Zeit zeugt die im neunten Jahrhundert erbaute Königshalle. Das einzigartige Zeugnis karolingischer Renaissance hat alle Wirren der Kriege überstanden und ist mit den übrigen Resten des ehemaligen Reichsklosters und dem „Mutterkloster“ Altenmünster 1991 von der UNESCO in die Liste des Weltkultur- und Naturerbes aufgenommen worden.
Regelmäßige Grabungen von Studenten der Universität Bamberg fördern Funde zutage, die weitere Wissenslücken der ehemals sehr bedeutenden Reichsabtei schließen.
Anziehungspunkt innerhalb des Klostergeländes sind auch die beiden Kräutergärten, die mit viel Liebe von den ehrenamtlichen Helfern des Heimat- und Kulturvereins angelegt und von ihnen betreut werden.
In unmittelbarer Nachbarschaft der Königshalle befindet sich das im Jahr 1995 eingeweihte Museumszentrum. Es beherbergt unter einem Dach als Außenstelle des hessischen Landesmuseums Darmstadt dessen Volkskunde-Abteilung, eine Dokumentation zur frühmittelalterlichen Geschichte des Klosters Lorsch von der Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten und das überregional bedeutende Tabakmuseum der Stadt Lorsch.
Eine Vielzahl von Sonderausstellungen, Symposien und Konzerten in dem Museum angegliederten Paul-Schnitzer-Saal locken in regelmäßiger Folge viele Besucher in die Klosterstadt. Herausragend war die Präsentation des Lorscher Evangeliars im Jahre 1999 und des Lorscher Codex im Jahre 2001.
Im kulturellen Bereich konnte eine Aufwertung dadurch erzielt werden, dass mittlerweile die Kreisvolkshochschule ebenso ihren Sitz in Lorsch hat wie die Geschäftsstelle des „Geo- Naturpark Bergstraße-Odenwald e.V.“. Die Bedeutung dieser Einrichtung wird dadurch unterstrichen, dass im Oktober 2002 die Aufnahme als 15. Mitglied in das Netzwerk Europäischer Geoparks erfolgt ist. Damit steht das Geopark-Prädikat direkt für die Verpflichtung zur Weiterentwicklung des Netzwerkes. Hierzu gehören Qualitätskontrolle durch stetige wissenschaftliche Zusammenarbeit und Umwelterziehung als Beitrag zur Bewusstseinsbildung ebenso wie neue geo-touristische Konzepte und nachhaltige Projekte in der regionalen Wirtschaft.
Lorsch4.jpgEin weiteres Highlight der Stadt ist die Kurpfalz Bibliothek, die als so genannte Präsenz-Bibliothek insbesondere von Hochschulen und Universitäten genutzt wird.

Die beiden Heimatfeste, das Johannisfest mit dem Kunsthandwerkermarkt, jeweils um den 24. Juni und die Kerb am 3. Wochenende im September, der Frühlingsmarkt und der Weihnachtsmarkt am ersten Advent, Konzerte, Ausstellungen und Theater bieten den Einheimischen und Gästen jede Menge Abwechslung.
Hierfür sorgen insbesondere auch die mittlerweile rund 131 Vereine, Verbände und Organisationen, die maßgeblich für ein vielfältiges Angebot in allen Bereichen verantwortlich zeichnen.

Mit der Kleinkunstbühne „Sapperlot“ verfügt die Stadt Lorsch zudem über Einrichtungen, die unter den Musikfreunden und den Anhängern der Kleinkunst weit über unsere Region hinaus gleichermaßen einen hervorragenden Ruf genießen. Anziehungspunkt sind in den Sommermonaten auch die um den Benediktinerplatz befindlichen Straßencafés, die den Besucher nicht nur per Pedes nach Lorsch einladen. 

Regelmäßige Platzkonzerte des Heimat- und Kulturvereins mit Unterstützung der Stadt und Openair Konzerte der Stadt sorgen für eine Abrundung des musikalischen Angebotes.
Lorsch – Das Tor zur Bergstraße.

Es lohnt sich, Lorsch einen Besuch abzustatten. Die Königshalle, im 9. Jahrhundert erbaut und das älteste vollständig erhaltene Baudenkmal Deutschlands aus nachrömischer Zeit, wurde 1991 in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen.

Um das Renaissance-Facherwerk-Rathaus (1715) am Marktplatz formieren sich weitere schmucke Fachwerkhäuser.

Das Museumszentrum im Klosterbereich beherbergt unter einem Dach eine klostergeschichtliche Abteilung, eine Volkskundeabteilung des Landesmuseums Darmstadt sowie das städtische Tabakmuseum. Ferner haben die Kreisvolkshochschule, der Geo Naturpark Bergstraße e.V., die Kurpfalz Bibliothek, der Olympic-Club Starkenburg, der unter dem Patronat von Prinz Albert von Monaco gegründet wurde, sowie das Kuratorium Weltkulturerbe in Lorsch ihren Sitz.


Kultur- und Touristikabteilung – Stadt Lorsch
Marktplatz 1 (Altes Rathaus)
64653 Lorsch. Tel: 06251 – 1752621 + 22,
Fax: 06251 – 1752620
Internet: http://www.lorsch.de
e-mail: touristinfo@lorsch.de


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