Drei Kindergarten-Gruppen erkundeten die Spuren des Wassers mit dem Weinheimer Museum – „schon die Kleinsten für Umweltschutz begeistern“

WEINHEIM. Hahn auf und Wasser marsch? „So einfach war das früher nicht. Da hat man das Wasser am Brunnen in Gefäße gefüllt und mühsam nach Hause geschleppt“, sagt Matthias Wildmann. Für die Stadtwerke Weinheim verwandelte der Museumspädagoge den Vorplatz des Weinheimer Museums in eine Rennstrecke für Wasserträger. Knapp 30 Entdecker vom Evangelischen Kindergarten Sonne und dem Städtischen Kindergarten Rasselbande in Rippenweier waren dem Aufruf der Stadtwerke gefolgt: Mit einem selbst gestalteten Kunstwerk zum Thema Wasser haben sich die Einrichtungen um einen Museumsbesuch für „ihre“ Kinder beworben und gewonnen. „Das Trinkwasser, das wir in Weinheim haben, ist sauber und rein. Damit das so bleibt, müssen wir und künftige Generationen die Ressource Umwelt gut schützen. Dafür wollen wir die Kleinsten bereits begeistern“, erläutert Peter Krämer, Geschäftsführer der Stadtwerke Weinheim, die Motivation dahinter. So viel Engagement kommt gut an: „Die Kinder hatten sichtlich Freude – der Ausflug war ein echtes Erlebnis. Und sie konnten spielerisch viel über das Lebensmittel Trinkwasser lernen“, dankte Petra Schlücker-Kapp, Leiterin des Kindergartens Sonne den Stadtwerken.

Auch Teamfähigkeit und Geschicklichkeit beim Wassertragen stand auf dem Programm: Zum Start der Erlebnis-Führung probierten die Kinder im Alter zwischen vier und fünf auf der kurzen Strecke zwischen Museum und Marktplatzbrunnen aus, wie mühevoll Wasser früher transportiert werden musste. Aufmerksamkeit haben die Minis damit allemal geweckt: Einige Passanten blieben stehen und teilten ihre eigenen Geschichten vom Wasserholen mit den Kleinen. Der anschließende Spaziergang durch die Altstadt auf den Spuren des Lebenselixiers macht durstig: Zurück am Museum mixten sie ihren eigenen Zaubertrank aus Früchten und Trinkwasser. „Der Trank fand begeisterte Mischer und Trinker – ein rundum gelungener Museumstag mit einer Botschaft die lange nachwirken kann“, resümiert Matthias Wildmann. Für zu Hause erhielten die Kleinen auch ein bisschen Lektüre, das Lernbuch Benny Blue wanderte rasch in die Rucksäcke.