Die Senioren der Bergsträßer SPD Arbeitsgemeinschaft hatten zur Diskussion über eine Neuausrichtung der Wohnungspolitik eingeladen.

Es ist unübersehbar, dass bezahlbare Wohnungen knapp werden und die Mieten immer weiter steigen. Nicht nur für die unteren Einkommensklassen, auch für die "Mitte der Gesellschaft" sind die Kosten für das Wohnen kaum mehr tragbar. Die Zahl der Sozialwohnungen in Hessen hat sich von 1999 bis heute von 180.000 auf 85.000 vermindert. Gleichzeitig ist aber der Bedarf um 30% gestiegen.

Deshalb begrüßen es die Senioren der Bergsträßer SPD, dass die Sozial-demokraten hier neue Prioritäten setzen wollen. In einem neu zu gründenden Ministerium sollen jährlich 100 Millionen Euro für den Wohnungsbau bereitgestellt werden, damit jedes Jahr 6.000 Wohnungen neu gebaut werden können. Diese Wohnungen sollen auch für Otto Normalverbraucher erschwinglich sein. Das erklärte Ziel ist dabei, dass für die Miete nicht mehr als ein Drittel des Einkommens aufgewendet werden muss. Damit soll auch den Interessen zahlreicher Investoren begegnet werden, die lieber in renditestarke hochpreisige Objekte investieren wollen statt dabei eine dringend erforderliche soziale Komponente zu berücksichtigen.

Nach dieser Diskussion waren sich die zahlreich vertretenen Teilnehmer einig, dass die Pläne der hessischen SPD sicher zu einer Reduzierung der Wohnungsnot beitragen können und deshalb zu unterstützen sind.