Der Spracherwerb ist wichtig für die Entwicklung der Kinder und eine Voraussetzung für gute Bildungschancen. Deshalb schlägt die CDU-Fraktion vor, dass sich die Stadt Bensheim für das Programm „Sprach-Kitas“ bewirbt und damit die Sprachförderung in den Kindertagesstätten weiter ausbaut, wie sie in einer Pressemitteilung berichtet.

„Die frühkindliche Bildung hat einen hohen Stellenwert, dazu gehört auch die Sprachförderung“, sagt Stadtverordnete Petra Jackstein. „Die vorhandenen Maßnahmen wollen wir sinnvoll erweitern. Das Förderprogramm des Bundes bietet eine Möglichkeit.“

In den städtischen Einrichtungen wird bereits mit finanzieller Unterstützung des Landes Hessen in Kleingruppen das Lernen der deutschen Sprache umgesetzt. Auch im Alltag der Kinderbetreuung ist dieser Aspekt von Bedeutung. Die weiteren Tagesstätten im Stadtgebiet gehen ähnlich vor.

Die CDU-Fraktion hat beim städtischen Eigenbetrieb Kinderbetreuung eine Bewerbung für das Programm „Sprach-Kitas“ des Bundes angeregt. Für dessen zweite Förderwelle läuft bis zum 30. September ein Interessenbekundungsverfahren. Wie Bundestagsabgeordneter Dr. Michael Meister mitgeteilt hat, wurden im Haushalt die Mittel aufgestockt - insgesamt stehen 600 Mio. Euro für den Zeitraum von 2017 bis 2020 bereit.

Finanziert wird jeweils eine halbe Fachkraftstelle, die sich ausschließlich dem Spracherwerb widmet. Ziel ist es, das sprachliche Bildungsangebot in den teilnehmenden Einrichtungen für alle Kinder systematisch zu verbessern. Das Programm richtet sich an Kindertagesstätten, die von einem überdurchschnittlich hohen Anteil von Kindern mit besonderem sprachlichem Förderbedarf besucht werden.

„Von dieser Sprachförderung würden vor allem Kinder profitieren, deren Familiensprache nicht Deutsch ist oder die aus bildungsbenachteiligten Familien kommen“, erklärt CDU-Stadtverordneter Henning Ameis.