Es pfiffen bereits die Spatzen von den Dächern, dass in Bürstadt der Bau eines oder mehrerer Logistikzentren geplant ist. Zu durchsichtig ist das Geschäftsmodell der in CDU-geführten Städten und Gemeinde gern gesehen Dietz AG aus Bensheim, die als Investor im neuen Gewerbegebiet auftritt. Nunmehr hat zumindest die Fa. Rossmann die Katze aus dem Sack gelassen. Ein zentrales Auslieferungslager wird in Bürstadt errichtet. Auf die zusätzliche Verkehrs-, Feinstaub- und Stickoxidbelastung hatte die AfD Bürstadt bereits hingewiesen.

Dass der LKW-Verkehr über den Kreisel an der B44 über die Umgehungsstraße an Bürstadt vorbei geführt wird, wie Rossmann in einer Pressemitteilung behauptet, darf bezweifelt werden. Schließlich ist der Weg über die Nibelungenstraße von und zu den Autobahnen A5 und A67 deutlich kürzer.
Vom Rathaus zu erwarten, dass die Bürger in solche Entscheidungen, wie Bau eines Logistikzentrums, einbezogen werden, ist angesichts der Erfahrungen in der Vergangenheit unrealistisch. Unverständlich ist die Geheimniskrämerei, die von der Firma Rossmann betrieben wird. Am 21. April fragte ein freier Journalist bei Rossmann und der Dietz AG an, ob an den Gerüchten über den Bau eines Logistikzentrums etwas dran sei. Die Dietz AG hüllte sich in Schweigen, die Firma Rossmann ließ über ihre Pressestelle verlauten, es handele sich tatsächlich nur um Gerüchte und derlei sei nicht geplant. Der E-Mail-Verkehr liegt der AfD vor und wurde auch der Presse zur Verfügung gestellt. Wohlgemerkt: Zum Zeitpunkt der Anfrage und der Falschbehauptung der Fa. Rossmann waren die Verträge bereits unterschrieben.
Wieso also diese Geheimniskrämerei?