Der von der Firma Röhrig geplanten Erweiterung des Granitsteinbruchs in Heppenheim-Sonderbach liegt das Naturdenkmal „Das kleines Felsenmeer, Hornblende-Granit-Blockmeer“ im Weg. Jetzt soll der Kreistag in seiner Sitzung am 18. März über die Löschung des Naturdenkmals entscheiden. Hinter dem „Tagesordnungspunk 1 (keine Aussprache )“ unter Ziff. 1.9 mit dem allgemeinen Titel „Naturdenkmalverordnung – Vorlage 18-1151“ verbirgt sich unter anderen Punkten die geplante Löschung des Naturdenkmals und der Vorschlag, ein anderes Felsenmeer in der Nähe als Ersatz auszuweisen. In der Begründung für die Löschung wird ausdrücklich auch auf die geplante Steinbrucherweiterung durch die Firma Röhrig verwiesen. Dieses Vorhaben greift jedoch in den Regionalplan Südhessen ein, der das Gebiet als Vorranggebiet für Forstwirtschaft ausweist. Außerdem hat das Gebiet den Status eines Schutzwaldes. Das Regierungspräsidium Darmstadt und die Regionalversammlung Südhessen, die diese Änderungen beschließen müssen, haben darüber noch gar nicht entschieden.

„Wir halten es für nicht akzeptabel, bei einem so kritischen Verfahren ohne Aussprache im Kreistag und im Vorgriff auf noch ausstehende Entscheidungen der Regionalversammlung ein Naturdenkmal, das bereits seit 1977 besteht, zu löschen“, erklärte der Pressesprecher der Bürgerinitiative FSkF „Für Schutzwald und kleines Felsenmeer“ Benjamin Höfle. „Wir begrüßen es ausdrücklich, zusätzlich das nahegelegene Felsenmeer als Naturdenkmal auszuweisen und so im UNESCO Geo Naturpark Bergstraße-Odenwald neben dem hier in der Region einzigartigen Buchenwald auch die Bedeutung der Felsenmeere hervorzuheben und zu bewahren“, erklärte er weiter.

Die Bürgerinitiative FSkF „ Für Schutzwald und kleines Felsenmeer“ fordert daher den Kreistag auf, die vorgeschlagene Löschung des Naturdenkmals in seiner Sitzung am 18. März abzulehnen und „Das kleine Felsenmeer“ vor der beantragten Beseitigung zu bewahren.

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