Bürstadt auf Imagesuche! Gab sich die Stadt Bürstadt noch vor wenigen Wochen gerne als Sonnenstadt aus, hat dieses Image scheinbar ausgedient. Das Engagement Bürstadts in erneuerbare Energien kann man nach Auffassung des AfD-Ortsverbandes getrost unter der Rubrik „Pleiten, Pech und Pannen“ abhaken. Die Vorkämpfer der Energiewende sind teils heimlich von der Bildfläche verschwunden, einer landete gar hinter schwedischen Gardinen. Während man in der sog. Solarliga auf Platz 828 Unter “ferner liefen“ geführt wird, kann man als Rotlichtmetropole im hessischen Ried noch immer punkten. Einer schläfrigen CDU, die es verpasste, Sperrbezirke nach dem Vorbild der Nachbarkommunen einzurichten, sei Dank!

Also höchste Zeit, das Image aufzupolieren und da kommt das neue Logo offenbar zur richtigen Zeit. Zum Glück hat man im Milliardär Dietmar Hopp einen neuen Heilsbringer gefunden, mit dessen Federn man sich schmücken kann. „In Bürstadt bewegt sich was“, erzählen Lokalpolitiker gerne. Nach Meinung der AfD verbleibt unter dem Strich wenig mehr als hektischer Aktionismus. Die Kosten des neuen Logos, immerhin 4500€, erscheinen angesichts der Summen, die sonst in Bürstadt bewegt werden, tatsächlich nicht ins Gewicht zu fallen. Dennoch muss, so die Auffassung der AfD, die Frage erlaubt sein, ob hier das Preis-Leistungsverhältnis angemessenen ist. Für die Entwicklung wurde ein Professor aus Mannheim beauftragt, obwohl in Bürstadt mehrere Werbedesigner ansässig sind. Wäre es nicht sinnvoller und kostengünstiger gewesen, einen ortsansässigen Unternehmer zu beauftragen oder einen Wettbewerb auszuschreiben?

Das Logo, ein stilisiertes Herz und ein „B“ ist wenig aussagekräftig und nicht spezifisch auf Bürstadt zugeschnitten. Steht das „B“ für Bürstadt, für Blindenmission oder für Bärbel Schader?
Wäre das Herz leuchtend rot, wäre wenigstens der Bezug auf den ältesten Gewerbezweig vorhanden gewesen oder soll das überwiegend in blau gehaltene Logo der Hinweis auf die sich ändernde Parteienlandschaft sein?