Der Vorsitzende der Betriebskommission des Stadtbetriebes Viernheim-Dienstleitungen – (kurz: SVD), Erster Stadtrat Jens Bolze, berichtet aus der Sitzung des Stadtbetriebes vom 12.10.2016 u. a. über die Vorlage des Wirtschaftsplanes 2017.

„Wir haben gestern (12.10.) in der Betriebskommission des SVD den Wirtschaftsplan für das Jahr 2017 eingebracht. Der Wirtschaftsplan enthält einen Erfolgsplan mit allen voraussichtlichen Erträgen und Aufwendungen, einen Vermögensplan mit Darstellung von Mittelherkunft und Mittelverwendung sowie weiteren gesetzlich vorgesehenen Übersichten. Er zeigt damit die operative und die strategische Planung des SVD für das kommende Jahr auf.

Für das Betriebsjahr 2017 stehen einige wesentliche Änderungen an. So werden die seit 2007 im Auftrag des SVD durchgeführten Arbeiten mit dem sog. Blowpatcher eingestellt. Die hierdurch frei gewordenen Mittel sollen ab 2017 im Haushalt der Stadt Viernheim dargestellt werden, um auch situationsbedingt alternative Methoden (z. B. Oberflächensanierung mit Warm-/ Kaltasphalt) umsetzen zu können.“

Die wesentlichen Aufgaben des SVD liegen neben dem Friedhofswesen in der Gebäudeinstandhaltung, der Straßen- und Wegeunterhaltung, der Unterhaltung von Kinderspiel- und Bolzplätzen sowie städtischer Anlagen und Flächen. Das Aufgabengebiet wird komplettiert durch Hausmeistertätigkeiten, Dienstleistungen verschiedener Art sowie die Durchführung des Winterdienstes. Nach einer vollzogenen Aufgabenkritik im vergangenen Jahr sind die Ressourcen im SVD wieder verstärkt auf die Kernaufgaben konzentriert worden.

Höchst erfreulich zeigt sich Erster Stadtrat Jens Bolze über die wirtschaftliche Entwicklung, so wie diese im Wirtschaftsplan 2017 prognostiziert wird.

„Wir gehen nach vielen Jahren – ohne Vorliegen eines einmaligen Mitnahmeeffektes - erstmals im Wirtschaftsjahr 2017 wieder von einem positiven Jahresergebnis, d. h. einem Gewinn i. H. v. ca. 56.000 € aus. Dieses Ergebnis wird ganz wesentlich getragen von reduzierten Umsatzerlösen einerseits, andererseits aber auch durch erhebliche Reduzierungen bei den Aufwendungen.

Ganz wesentlich zum erwartet positiven Jahresergebnis 2017 dürften beitragen ein reduzierter Personalaufwand, eine Verringerung der Abschreibungen, die Reduzierung sonstiger betrieblicher Aufwendungen bspw. der Aufgabentransfer des Blowpatchings an die Kernverwaltung und ein erheblich reduzierter Zinsaufwand, resultierend aus der sinkenden Restschuld des Stadtbetriebes und den damit verbundenen niedrigen Zinssätzen, wie sie aktuell am Markt festgeschrieben werden können. Im Vergleich zum Vorjahr soll das prognostizierte Ergebnis um rund 104 % verbessert werden. Wir werden zum Jahresabschluss 2017 dann sehen, ob diese Prognose eingetreten ist und darüber beraten, was mit dem Überschuss passiert“

Im Wirtschaftsjahr 2017 sollen auch Anschaffungen getätigt werden. Dies betrifft einen Streuer für Friedhofsstapler, einen Sargsenkapparat, eine LKW-Ersatzbeschaffung und diverse Arbeitsgeräte.

Insgesamt sind zum Stand 31.12.2017 acht Kredite mit einem Volumen von 7,16 Mio. € verzeichnet.
Die daraus resultierende Tilgung für das kommende Jahr wird ca. 553.000 € betragen.

Im SVD werden (geplant) 2017 insgesamt 40,25 Planstellen besetzt sein und - was 1. Stadtrat Jens Bolze besonders für die Mitarbeiter/innen des SVD freut – erstmalig wird es eine Ausschüttung für die Mitarbeiter/innen im Rahmen der sog. Leistungsentgeltberechnung geben.

„Wir würdigen damit das außerordentliche Engagement aller Mitarbeiter/innen des Stadtbetriebes, welche zu jeder Tages- und Nachtzeit, im Sommer wie im Winter ihren Dienst zum Wohle der Gemeinschaft verrichten müssen“.