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Kreisel an der Stubenwald-Allee für Verkehr offen
Erster Baustein der Entlastungsstraße für Bensheims Westen ist gesetzt.
Es ist der dritte Kreisel im Stadtgebiet und der erste von insgesamt drei, die im Zusammenhang mit dem Bau der Westtangente entstehen werden. Nach rund vier Monaten Bauzeit fließt seit Freitag der Verkehr auf der Robert-Bosch-Straße wieder durchgängig – und dank des Kreisels in Höhe der Stubenwald-Allee in gemäßigterem Tempo.
Das ist einer der großen Vorteile eines Kreisverkehrs, die diese Art der Verkehrsführung für Bürgermeister Thorsten Herrmann auch so interessant macht. Der andere Vorteil liegt in dem kontinuierlichen und störungsfreien Verkehrsfluss. So überrascht es nicht, dass inzwischen an den Stellen, an denen zu Beginn der Amtszeit von Bürgermeister Herrmann noch Ampelanlagen geplant waren, inzwischen Kreisel den Verkehr leiten. Zusätzlich sind Kreisverkehre auch optisch ein interessantes Gestaltungselement, mit dem sich auch ganz ortsspezifische Themen darstellen lassen.
Bürgermeister Thorsten Herrmann bezeichnete die Freigabe des neuen Kreisverkehres im Gewerbegebiet Stubenwald als einen „guten Tag für die Stadt“. Der erste Baustein der Entlastungsstraße für den Westen der Stadt sei gesetzt und den daraus resultierenden Vorteilen sei man einen Schritt näher gekommen. Ende 2012 soll die Verbindung zwischen Robert-Bosch-Straße und Schwanheimer Straße fertig sein und dann werden die Bürgerinnen und Bürger der Weststadt unmittelbar von der Entlastungsfunktion der Straße profitieren: „Wenn wir die Bürgerschaft vor Belastungen wie Lärm und Abgase schützen können, sollten wir das auch tun“, so der Bürgermeister.
Neben diesem Entlastungseffekt durch eine Umgehungsstraße abseits der Wohnbebauung, sei die Westtangente aber auch eine wichtige Infrastrukturmaßnahme für die Stadt als Wirtschaftsstandort. So habe sich in den vergangenen Jahren im Gewerbegebiet Stubenwald viel getan, verwies Herrmann auf vollzogene und noch im Bau befindliche Neuansiedlungen, wie Jungheinrich, HTV, Baldur oder BMW. Dies müsse in einem Gewerbegebiet mit über 3000 Arbeitsplätzen auch eine Anpassung der Verkehrsinfrastruktur zur Folge haben, erläuterte Herrmann die Bedeutung der städtischen Investitionen in den Wirtschaftsstandort.
Vom ersten Spatenstich bei eisigen Temperaturen im Dezember 2009 bis zur Freigabe bei heißen Sommergraden Anfang Juli wurden mit der Errichtung des Kreisverkehrsplatzes rund 524 000 Euro verbaut. Mit 55 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten hat sich das Land an diesem Projekt beteiligt. Lob gab es für den KMB, der die Maßnahme im Auftrag der Stadt ausführte, und die Projektverantwortliche Adam-Gleim für die Einhaltung der Auftragssumme.
Im nächsten Abschnitt werden die Brückenbauwerke über die Kreuzlache und den Neugraben errichtet, dann folgt die Verkehrstrasse mit den beiden Kreisverkehren (Anbindung Schwanheimer Straße und Hartbrücke/Weschnitzstraße).
Verbessert wurde mit dem Kreisverkehr in Höhe der Stubenwald-Alle auch die Situation für Fußgänger und Radfahrer. Für diese Verkehrsteilnehmer wurde der vorhandene Fuß- und Radweg entlang der Robert-Bosch-Straße jetzt bis zum Anwesen Krenkel verlängert. Auch um den Kreisel herum wurde diese Fuß-Radwegverbindung geführt. Mit der Planung der Innengestaltung des Kreisels sind derzeit die Stadtplaner im Rathaus beschäftigt. (psp)

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