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Rettungshubschrauber flogen im vergangenen Jahr 4463 Einsätze
Ob schwerer Unfall oder lebensbedrohliche Erkrankung, im täglichen Einsatz sind die „Engel aus der Luft“ nicht mehr wegzudenken. Hessenweit versorgen drei Rettungs- und ein Intensivtransporthubschrauber die Bevölkerung. Von ihren Stützpunkten in Frankfurt, Fulda, Kassel und Reichelsheim (Wetterau) aus flogen sie im vergangenen Jahr insgesamt 4.463 Einsätze, hoben pro Tag im Durchschnitt zwölf Mal ab. Die Zahlen gehen aus einer kleinen Bilanz hervor, die das Gießener Regierungspräsidium (RP) heute veröffentlicht hat. Von dort wird die Luftrettung hessenweit organisiert und auch die mit Zivilschutzhubschraubern des Bundes betriebenen Luftrettungszentren in Frankfurt und Kassel verwaltet.
Nach RP-Angaben benötigte der in Frankfurt am Main stationierte Rettungshubschrauber Christoph 2 im Durchschnitt für Hin- und Rückflug im Primärbereich (Notfalleinsätze) 31 Minuten, bei Christoph 7 in Kassel waren es im Schnitt 29 Minuten, während sein Fuldaer Pendant 26 Minuten unterwegs war. Die etwas länger dauernden Intensiv- und Verlegungstransporte der Reichelsheimer Luftretter schlugen mit 78 Minuten pro Einsatz zu Buche.
Die vier Hubschrauber waren im Vorjahr insgesamt 165.296 Minuten lang in der Luft. Der Preis pro Flugminute der unter RP-Verwaltung stehenden Hubschrauber in Kassel und Frankfurt beträgt derzeit 35 Euro, heißt es weiter aus dem RP. Damit haben die unter öffentlicher Verwaltung stehenden Rettungsflieger im bundesweiten Kostenvergleich erneut die Nase vorn, während andernorts der Preis im Durchschnitt deutlich über 40 Euro liegt. Wie schon in den Jahren zuvor, profitierten von den Einsätzen der Rettungshubschrauber in erster Linie Patienten mit schweren Erkrankungen, wie zum Beispiel Herzinfarkten und Schlaganfällen, aber auch Opfer schwerer Verkehrsunfälle. „Bei der Hälfte aller Einsätze waren die Luftretter innerhalb von zehn Minuten am Ort des Geschehens“, hob Regierungspräsident Dr. Lars Witteck hervor und ergänzt:
„Gerade im ländlichen Raum haben sich die Christoph-Hubschrauber als unverzichtbare Ergänzung und Unterstützung der Bodenrettung vielfach bewährt.“ Er sei zudem sehr erfreut darüber, dass die Zusammenarbeit zwischen Boden- und Luftrettung sowie die Fortbildung der Einsatzkräfte in der Luftrettung im vergangenen Jahr erneut ausgebaut werden konnten. Insbesondere sei das Engagement des Arbeitskreises der Ärztlichen Leiter der Luftrettungszentren hervorzuheben, der erstmalig ein viel beachtetes Notfallsymposium ins Leben rief und allen Luftrettern ein spezielles Training für die Patientenversorgung anbot. Auch die Luftrettungszentren selbst bauten ihr Fortbildungsangebot aus und trugen somit intensiv zur Schulung ihres Personals bei.
Zwei Projekte stehen im laufenden Jahr an: Die flächendeckende Einführung des satellitengestützten Informationssystems „Rescue-Track“ soll abgeschlossen werden. Hiermit wird den Leitstellen ständig die aktuelle Verfügbarkeit und der Standort aller Rettungshubschrauber anzeigt. Weiterhin ist die BoLuS- Studie Hessen (systemübergreifende Schnittstellenanalyse zum bodengebundenen und luftgestützten Notarztdienst) in Vorbereitung, die im Frühjahr starten soll.

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