„Die Stadt Lorsch ist stolz darauf, einen solchen Partner zu haben.“ Wenn die Sprache auf Algis Oleknavicius und den ENTEGA Grand-Prix rund um die Volksbank von Lorsch kommt, gerät der Lorscher Bürgermeister Klaus Jäger geradezu ins Schwärmen. Der in Einhausen wohnende Perfektionist hat schon nach kurzer Zeit den ENTEGA Grand-Prix rund um die Volksbank von Lorsch zu einem Highlight der gesamten Region werden lassen. Dies unterstreicht nicht zuletzt die Tatsache, dass das „Lorscher Rennen“ zwischenzeitlich zu den TOP-Radrennen in Deutschland gehört, die vom Verband Deutscher Radrennveranstalter organisiert werden.
Gespannte Atmosphäre herrschte daher auch bei der Pressekonferenz im Paul-Schnitzer-Saal in Lorsch, der einen ganz hervorragenden Rahmen für die Vorstellung der Fahrer gab.
Als der Name Robbie McEwen fiel, waren alle Anwesenden begeistert und sahen schon im Vorfeld den Sprint-Zweikampf zwischen Erik Zabel und Robbie McEwen.
Somit ist es dem „Macher“ der Veranstaltung wieder gelungen, ein hochkarätiges Fahrerfeld nach Lorsch zu holen, um Radsport vom Allerfeinsten zu bieten.
Das i-Tüpfelchen der Pressekonferenz in Lorsch war zudem, dass mit Uli Großer ein anerkannter Fachmann verpflichtet werden konnte, der insbesondere seine letzten Eindrücke vom in der Endphase stehenden Giro d` Italia den Anwesenden vermittelt. Dort konnte der australische Sprinter McEwen bereits drei Etappensiege verbuchen und seine Gesamtsiege beim Giro auf 11 erste Plätze erhöhen. Er kann darüber hinaus Etappen-Erfolge und den zweimaligen Gewinn der Sprinter-Gesamtpunktewertung (grünes Trikot) bei der Tour de France vorweisen.
Kontrahent war bei dieser Wertung der Frankreich-Schleife immer wieder der frühere Telekom-Fahrer Erik Zabel, der jetzt für Milram an den Start geht. Der in Belgien wohnende Australier kann zudem auf einen Straßen-Vizeweltmeistertitel verweisen.
Nach Aussage der Fachwelt handelt es sich bei Robbie McEwen keinesfalls um einen Ersatzmann für den ursprünglich in Lorsch vorgesehenen Tour-Mitfavoriten Ivan Basso.
Dass ein Lorscher Unternehmen für die Verpflichtung von Robbie McEwen verantwortlich zeichnet, wurde von Bürgermeister Jäger besonders hervorgehoben.
Das australische Kraftbündel wird sicherlich auch bei der diesjährigen Tour de France, die am 01. Juli in Straßburg startet, wieder für die eine oder andere Überraschung im Sprint-Sieg gut sein. Es ist zu erwarten, dass er sich dabei spannende Duelle mit Erik Zabel liefern wird.
Vervollständigt wurde die Pressekonferenz aus sportlicher Sicht in Lorsch durch den Radprofi Andreas Kappes, der trotz seiner 40 Jahre nach wie vor bei Sixdays aktiv ist. Er ist für Algis Oleknavicius auch das Bindeglied zu den Fahrern, zumal Frau Kappes die Verträge mit den Radsportstars schließt.
Ob es ihr auch diesmal zusammen mit Algis Oleknavicius gelingen wird, auch den als „Ausreißer“ bekannten Jens Voigt nach Lorsch zu holen, bleibt abzuwarten.
Er wird nach wie vor als Wunschkandidat gehandelt und würde dem hochkarätigen Fahrerfeld in Lorsch einen zusätzlichen Wert verleihen.
Dass die Verpflichtung von Ivan Basso nicht gelungen ist, hängt einzig und allein damit zusammen, dass seine Forderungen zu hoch gewesen sind. Im Vorfeld sei bereits eine mündliche Zusage gegeben worden, eine Verpflichtung sei jedoch daran gescheitert, dass seine Forderungen nicht in den Gesamtrahmen für die Lorscher Veranstaltung gepasst und sich auch kein Sponsor gefunden hat, der sie erfüllt hätte.
Für den Fall eines Giro-Gewinns durch Basso, der sich momentan abzeichnet, wird sich sein Startgeld wohl weiter erhöhen.
Das Radsportspektakel am 10. August auf dem 900 Meter langen Rundkurs in der Bahnhofstraße, Lindenstraße, Klarastraße und Rheinstraße soll wieder mit einer Siegerehrung ausklingen, die „Macher“ Algis Oleknavicius zusammen mit dem Schirmherr, Landrat Matthias Wilkes und dem Lorscher Bürgermeister Klaus Jäger vornehmen wird. Auf der Showbühne wird es wieder viel Musik und Show geben.
Selbstverständlich steht am Nachmittag wieder die beliebte Autogrammstunde mit Jan Ullrich auf dem Programm, die wieder die Massen anziehen wird.
Bestandteil des Rahmenprogramms ist wiederum ein Prominenten- und Juniorenrad- sowie ein Inlineskater-Rennen.
Fest steht auch die Durchführung des Rono-Speed-Staffelwettbewerbs für Viererteams.
Einbezogen werden sollen nach dem Erfolg der Veranstaltung in Einhausen auch die Handbiker. Hier wird in erster Linie der sechsfache Paralympics-Sieger Erol Marklein erstmals seine Visitenkarte in Lorsch abgeben.
Verhandlungen laufen derzeit im Hinblick auf ein Dernie-Rennen. Algis Oleknavicius hofft, dass er hierfür auch die notwendigen Sponsorengelder an Land ziehen kann.
Alles in allem sind die Weichen für das Radsportspektakel in Lorsch, das auch diesmal wieder unter der Schirmherrschaft von Landrat Matthias Wilkes stehen wird, gestellt, um den hohen Anforderungen der Radsportfans in der Region gerecht zu werden. |